EritreaDec 2000 - May 2001
Kurz nach der Unabhängigkeit von Eritrea, dem jüngsten afrikanischen Staat, begannen die bewaffneten Auseinandersetzungen mit dem Nachbarland Äthiopien. Wie immer leidet darunter vor allem die Zivilbevölkerung. Allein in den beiden Lagern Alba und Deda betreute Gerhard Amann und seine Kollegen über 30.000 im Land Vertriebene. Die dringlichsten Probleme in den Lagern stellten die allgemeine medizinische Versorgung, aber auch die Aufrechterhaltung der Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser dar.
SudanFeb 2000 - Aug 2000
"Nur selten erhält man die Gelegenheit, eine Arbeit zu tun, die man für 100%-ig sinnvoll erachtet." Doch für Gerhard Amann steht nach seiner Rückkehr aus Kiri im Süd-Sudan fest: das hoch gesteckte Ziel, die Schlafkrankheit innerhalb von 5 Jahren in dieser abgelegenen Region des Südsudan auszurotten, war jeden Tag des schwierigen Einsatzes wert. Die Forschung in Bezug auf die Schlafkrankheit liegt seit Jahrzehnten brach. Einzige Hilfe für die Betroffenen sind die alten, mit schmerzhaften Nebenwirkungen verbundenen Medikamente: "Doch unbehandelt liegt die Todesrate bei Schlafkrankheit bei 100%" , weist Gerhard Amann auf das Dilemma hin.
KosovoJul 1999 - Oct 1999
Sein erster Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte den Vorarlberger Krankenpfleger in den Kosovo.
Im einzigen Spital der Stadt Mitrovica war er für die Medikamentenverwaltung und die interne Organisation der Anästhesie und der Intensivstation zuständig. Die geteilte Stadt erwies sich als Spiegelbild der Lage in der gesamten Provinz.
Das Spital war schon damals der letzte Ort, wo kosovarische Serben und Albaner, wenn schon nicht miteinander, so doch nebeneinander arbeiteten. Ans Ende seines Einsatzes setzte Gerhard Amann das Fazit: "Es war schwierig und doch wichtig, hier in Mitrovica daran mitzuarbeiten, das Zusammenleben der Menschen aller ethnischen Gruppen aufrechtzuerhalten."