KosovoJan 2000 - Apr 2000
Als Koordinator der Projekte von Ärzte ohne Grenzen in und um Mitrovica, hatte Andrej Andrejew bei seinem zweiten Einsatz vor allem dafür zu sorgen, dass alle Menschen in und aus der Umgebung der geteilten Stadt Zugang zu medizinischer Versorgung hatten.
Besonders der Zugang in die ethnischen Enklaven in der Umgebung Mitrovicas war schwierig. Andrej Andrejew: "Zum Beispiel wurden durch albanische Enklaven keine serbischen Fahrer durchgelassen. Albaner waren zwar bereit, mit mir Serbisch zu sprechen. Einen serbischen Übersetzer hätten sie allerdings kaum akzeptiert."
KosovoJun 1999 - Dec 1999
Die medizinische Arbeit war nur ein Teil der Aufgaben von Andrej Andrejew im Spital der geteilten Stadt Mitrovica: mindestens ebenso wichtig war seine Funktion als Bindeglied zwischen den beiden nebeneinander, aber nicht miteinander arbeitenden einheimischen Teams: Serben und Albaner arbeiteten getrennt in den beiden Teilen des Krankenhauses. Nur die internationalen Mitarbeiter wie Andrej Andrejew waren das Bindeglied. "Wir organisierten z.B., dass der einzige OP-Saal durch Serben und Albaner benutzt werden konnte, obwohl die beiden Gruppen sich weigerten miteinander zu kommunizieren," berichtet Andrej Andrejew nach seiner Rückkehr.