Seit 1989 arbeitet Ärzte ohne Grenzen in den besetzten Palästinensergebieten und implementiert medizinische wie psychosoziale Programme.
Lida Hesova berichtete aus Palästina von fehlenden Medikamenten und der Tatsache, daß immer weniger Menschen sich Behandlungen im öffentlichen Gesundheitssystem leisten können.
Mit dem Team von Ärzte ohne Grenzen leistete Lida dort Hilfe, wo Menschen ansonsten keinen Zugang zu den offiziellen Gesundheitsstrukturen haben. Während der jüngsten gewaltsamen Auseinandersetzungen behandelte sie Verletzte.
In Anbetracht der dramatischen Auswirkungen des Konfliktes auf die physische und psychische Gesundheit der Menschen hält die Ärztin vor allem die psychologische Betreuung für einen unentbehrlichen Bestandteil des Projektes von Ärzte ohne Grenzen.
"Frustrierend war für mich nur, dass wir aufgrund der prekären Sicherheitslage an viele Orte nicht so oft kommen konnten, wie die Menschen es gebraucht hätten", sagt die Ärztin rückblickend.
Inguschetien, die kleine Nachbarepublik Tschetscheniens, empfängt seit Jahren die größte Anzahl von Flüchtlingen aus dem Kriegsgebiet. Ärzte ohne Grenzen betreut in der Umgebung der Hauptstadt Nazran Flüchtlingslager. Nicht alle können in den Lagerlazaretten behandelt werden. Flüchtlinge, die z.B. schwierige Operationen brauchen, aber auch Frauen, die per Kaiserschnitt entbinden müssen, werden in das Spital von Nazran überwiesen. Lida Hesova war für Ärzte ohne Grenzen an diesem Spital tätig, um die Behandlung der Patienten aus den Lagern zu verfolgen. "Das Land ist mit Flüchtlingen überflutet", berichtet sie. "Deren Erlebnisse sind oft so furchtbar, dass schon das Zuhören schlimm ist."