Terezie HURYCHOVA
Krankenschwester
Tschechien
"Will kein bequemes Leben führen"
Mit großer Betroffenheit verfolgte Terezie Hurychova 1994 in den Fernsehnachrichten den furchtbaren Völkermord in Ruanda. Ihr Interesse für soziales Engagement erwachte. Für sie war seither klar, dass sie angesichts des großen Leids in der Welt, kein bequemes Leben führen möchte. Sie will wenigstens einen kleinen Teil dazu beitragen, die Lebenssituation notleidender Menschen zu verbessern.
Nach der Diplomierung zur Krankenschwester entschied sich Terezie, einige Jahre als Au-Pair Mädchen in England und Frankreich zu verbringen. Mit den dort erworbenen Fremdsprachenkenntnissen, ihrer Ausbildung, einem Tropenkurs und sehr viel Überzeugung war Terezie bestens vorbereitet für ihren ersten Einsatz in Burundi. Seit dem hat sie an zahlreichen Hilfseinsätzen von Ärzte ohne Grenzen in unterschiedlichen Ländern mitgearbeitet.
Einsätze
HaitiFeb 2010 - Mar 2010
KolumbienJul 2006 - Dec 2007
NigerAug 2005 - Sep 2005
Ihr fünfter Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte Terezie Hurychova nach Zinder, eine von der schweren Nahrungsmittelkrise am stärksten betroffenen Regionen Nigers. Sie gehörte dort einem Team an, das ausgehend von der Stadt Zinder in abgelegenere Gegenden fuhr, um dort Fälle von Unterernährung festzustellen, unterernährte Kinder ambulant zu versorgen und besonders schwer unterernährte Kinder zur medizinischen Versorgung in das therapeutische Ernährungszentrum in die Stadt zu bringen.
IndonesienMar 2005 - May 2005
TschadAug 2004 - Dec 2004
AfghanistanJan 2004 - Jun 2004
BurundiAug 2002 - May 2003
Das Leben in Burundi ist von chronischen Krisen gezeichnet, seit 1993 der jüngste Bürgerkrieg zwischen den Hutus und Tutsis ausbrach. Der Krieg hatte massive Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, vor allem Epidemien und Unterernährung sind seither weit verbreitet.
Terezie arbeitete in einem Hilfsprogramm in der Provinz Ruyigi, an der Grenze zu Tansania. Seit November 2001 unterstützt Ärzte ohne Grenzen dort acht Basisgesundheitszentren und zwei Spitäler. Aus Sicherheitsgründen musste das Team das Gebiet immer wieder kurzfristig verlassen. Trotzdem konnten die ersten Schritte zu einer besseren Gesundheitsversorgung gesetzt werden.
Besonderer Schwerpunkt ist die Verbesserung der Geburtshilfe und auch der Kampf gegen HIV/AIDS. Für Terezie gab es alle Hände voll zu tun.