UgandaSep 2005 - Oct 2005
Die Lebensbedingungen der Menschen in der Region Gulu im Norden Ugandas sind schockierend: 90 % der Bevölkerung leben auf engstem Raum in Camps. Seit Jahren verbreiten die Rebellen der Lord"s Resistance Army Angst und Schrecken unter der Bevölkerung Nordugandas. Sie entführen Kinder und missbrauchen sie als Kindersoldaten oder Sexsklavinnen. Sie plündern, verstümmeln und morden seit 19 Jahren. Die Regierung konnte die Rebellenbewegung bis heute nicht in den Griff bekommen und hat die gesamte Bevölkerung zwangsweise in sogenannten "geschützte Dörfern" umgesiedelt. Dort sollen die Menschen sicher sein, sind aber in ihrer Freiheit stark eingeschränkt und unfähig, ihren eigenen Lebensunterhalt zu erwerben. Die Traumatisierung und die Verzweiflung der Menschen ist enorm und zeigt sich unter anderem auch in einer in Afrika ungekannt hohen Selbstmordrate.
Ärzte ohne Grenzen betreibt in der Region mehrere Gesundheitszentren und behandelt erfolgreich die aufgrund der mangelhaften hygienischen Bedingungen in den Camps immer wieder auftretende Cholera. Außerdem unterhält Ärzte ohne Grenzen ein "Night Commuters"-Projekt: Hierher kommen jeden Abend über tausend Kinder, um die Nächte in geschützter Atmosphäre zu verbringen. Es scheint allerdings auch viele soziale Gründe zu geben, warum Kinder ins Nachtlager wandern statt bei ihren Familien zu schlafen. Ärzte ohne Grenzen führt derzeit eine spezielle Studie durch, um die Problematik zu verstehen und entsprechend reagieren zu können.
Die Aufgabe von Sabine Kampmüller war es, die seit zwei Jahren bestehende Präsenz von Ärzte ohne Grenzen in Gulu zu evaluieren, um diesen wichtigen Hilfseinsatz in Zukunft noch effizienter zu gestalten.
UgandaSep 2003 - Sep 2003
In Soroti, in Norduganda betreut Sabine Kampmüller rund hunderttausend Binnenflüchtlinge, die sich in diese Kleinstadt vor Angriffen der Rebellen der Lord Resistance Army (LRA) gerettet haben. Die Stadtverwaltung ist damit völlig überfordert, die Menschen leben extrem gedrängt unter katastrophalen sanitären Bedingungen auf einem Schulgelände. Es gibt viel zu wenig Wasser und Lebensmittel. Ärzte ohne Grenzen bietet medizinische Betreuung an, vor allem für kranke und dehydrierte Kinder. Die lokalen Gesundheitsstrukturen werden mit diesen Menschenmassen nicht fertig. Weiters baut Ärzte ohne Grenzen Latrinen, organisiert eine Art Frühwarnsystem gegen Massenkrankheiten wie Masern und baut eine Wasserversorgung auf.
SudanJun 2001 - Sep 2001
Über ein Jahr hat Sabine Kampmüller im südsudanesischen Marial Lou für die medizinische Basisgesundheitsversorgung der Menschen gearbeitet. Daher auch ihr besonderes Interesse an diesem Projekt. Im Sommer 2001 hat sie nun die Auswirkungen des Projektes, und die Veränderungen in der Bevölkerung in Marial Lou untersucht.
SudanJun 1999 - Oct 2000
In der, nach Jahrzehnten von Krieg, völlig isolierten Bevölkerung in weiten Teilen des Südsudans sind die Gesundheitsprobleme weitreichend. Von Malaria bis Flussblindheit, Guinea-Wurm und Tuberkulose, sieht sich das Basisgesundheits-Team, das Sabine Kampmüller koordinierte, konfrontiert. Die Bedürfnisse zu decken, ist vor allem deswegen herausfordernd, weil die Bevölkerung zum Grossteil semi-nomadisch, d.h. mit ihren Viehherden auf der Suche nach Wasser unterwegs ist. Ärzte ohne Grenzen hat Pilotprojekte gestartet um mit "nomadischen" Gesundheitsarbeitern und mobilen Impfteams auch hier zu helfen.
SudanMar 1999 - May 1999
Im gesamten Meningitisgürtel südlich der Sahara sind Fälle von bakterieller Gehirnhautentzündung immer ein besonderer Anlass zur Sorge. So auch im Sudan wo eine gehäufte Anzahl von Meningitispatienten das Team von Ärzte ohne Grenzen zu einer Entscheidung drängte: Massenimpfkampagne, um unausweigerliche Todesfällle durch die gefährliche, und sich schnell verbreitende Erkrankung zu verhindern. Sabine Kampmüller war Teil des Teams das in wenigen Wochen mehr als 70 000 Menschen impfte.