NepalJun 2005 - Sep 2005
Ihr fünfter Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte Maria Kantilli zum zweiten mal nach Nepal. Dort war sie als medizinische Koordinatorin für ein Projekt in der Middle West Region zuständig und führte im Osten des Landes eine Reihe von Assessments durch, um den Bedarf nach medizinischer Hilfe zu erheben und Vorschläge für neue Hilfsprojekte zu erarbeiten.
NepalJul 2003 - Jul 2004
In Nepal kämpfen Maoisten gegen Regierungstruppen. Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage war es für Maria Kantilli und das Team von Ärzte ohne Grenzen sehr schwierig, ihrer Arbeit nachzugehen. In der Hauptstadt Kathmandu wurde ein Büro eingerichtet, von dem aus die Gesundheitszentren in der Umgebung unterstützt werden. Wenn es die Sicherheitslage zuließ, wurden die Zentren besucht, mit Medikamenten versorgt und das örtliche Personal geschult.
Fünf Jahre nach ihrem ersten Einsatz im Kongo kehrte Maria Kantilli dorthin zurück. Sie hat mittlerweile vieles mehr an Erfahrung gesammelt, die Gesundheitsituation der Menschen hat sich nicht zum Besseren verändert. Immer noch prägen die kriegerischen Auseinandersetzungen die Gesundheitsproblematik und erschweren vielen Menschen den Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung. In einem Programm in der Yahuma Zone hat Maria Kantilli daran mitgearbeitet, die Medikamentenversorgung an die Gesundheitszentren sicherzustellen, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern und eventuelle Epidemien rechtzeitig zu erkennen und zu kontrollieren.
Ärzte ohne Grenzen war eine der ersten Organisationen, die nach den Bombardements durch die Amerikaner nach Afghanistan zurückkehrte. Maria Kantilli gehörte zu einem der Teams, die Projekte im Nordosten, in Bala Murghab, in der Region Badghis wiederaufgenommen haben.
Als erstes verschaffte sich Maria Kantilli einen Überblick über die Ernährungssituation der Kinder in der Region, dann wurden Nahrungsmitteln an bedürftige Familien verteilt.
In ihren Briefen aus Afghanistan beschreibt Maria ihre persönliche Betroffenheit über die Erfahrungen und Schicksale der jüngsten Vergangenheit, von denen die Bevölkerung dem Team von Ärzte ohne Grenzen erzählt.
Marias erster Einsatz brachte sie 1997 nach Shabunda, in der Demokratischen Republik Kongo, wo sie zusammen mit einem lokalen Team die medizinische Grundversorgung in einem verlassenen Spital in Kivu wiederaufbaute. Ziel des Programmes war vor allem eine gleichwertige Versorgung der lokalen Bevölkerung sowie der Vertriebenen in der Regionen zu erzielen. Mit horrenden Berichten von Menschenrechtsverletzungen während der fortdauernden politischen Krise bedeutete dieses Programm eine besondere Herausforderung nicht nur im Sinne von Gesundheitsversorgung, sondern auch von Zeuge der aktuellen Menschenrechtssituation sein.