ÄthiopienMar 2004 - May 2004
Rund 5000 Menschen infizieren sich wöchentlich in Äthiopien mit dem HIV-Virus. Neben der Behandlung und Betreuung von HIV/AIDS-Patienten wird besonderes Augenmerk auf Prevention gelegt.
Die Menschenrechtsexpertin Karin Kirchner konnte hier ihre große Erfahrung auf diesem Gebiet wirkungsvoll zum Einsatz bringen. Gemeinsam mit dem Team von Ärzte ohne Grenzen besuchte sie besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, um sie über die Möglichkeiten der Verhinderung einer Ansteckung mit dem Virus aufzuklären.
Ingrid Kirchner sprach mit Dorfältesten und anderen Autoritätspersonen, damit die Aufklärung über HIV/AIDS schnell und effizient erfolgen kann.
Neben verschiedenen Nothilfeeinsätzen, wie z.B. nach Erdbeben, führt Ärzte ohne Grenzen in El Salvador vor allem HIV/AIDS-Hilfsprogramme durch. Im Rahmen dieses Programms in San Salvador besuchte die Menschenrechtsexpertin Ingrid Kircher gemeinsam mit dem Team von Ärzte ohne Grenzen die sogannten "sex workers" und klärte sie über Risiken und Möglichkeiten der Prävention einer HIV-Infektion auf. Außerdem wurde eine lokale Organisation, die sich für die Rechte der Sexarbeiter einsetzt, unterstützt.
"In dem Jahr nach dem Sturz der Taliban hat sich zwar einiges in Afghanistan geändert - zum Beispiel sind nun Schulen und Universitäten auch für Frauen wieder geöffnet, und der Wiederaufbau in Herat ist in vollem Gange - aber die humanitären Bedürfnisse sind nach wie vor enorm", berichtete Ingrid Kircher aus Herat.
Die ehemalige Geschäftsführerin des österreichischen Büros von Ärzte ohne Grenzen war in Herat als Menschenrechtsexpertin im Einsatz. Ihre wichtige Aufgabe:
Die Heimkehrbedingungen der Flüchtlinge aus dem Iran und die humanitäre Situation in den Vertriebenenlagern bei Herat zu überwachen.
Sie nahm an Treffen mit internationalen Organisationen teil und betrieb dort Lobbying, besuchte die Ernährungszentren von Ärzte ohne Grenzen in den Flüchtlingslagern und traf mit lokalem Personal zusammen, das die Ernährungslage der Menschen kontrolliert.
Ursprünglich war Ingrid Kircher nach Mittelamerika gekommen, um die Aufbauprogramme von Ärzte ohne Grenzen zu besuchen, die auch von österreichischen Spendern mitfinanziert werden. "Vor allem die Unterstützung der indigenen Bevölkerung Mittelamerikas ist uns hier ein Anliegen," erklärt Ingrid Kircher. Doch dann kam alles anders. Kurz vor der Abreise erschütterte das zweite schwere Erdbeben seit Jahresbeginn El Salvador. Die Hilfe startete sofort, und mit den Helferteams von Ärzte ohne Grenzen aus den anderen mittelamerikanischen Staaten kam auch Ingrid Kircher nach El Salvador. "Hier war ich wieder beeindruckt, von der Schnelligkeit und der Zielgenauigkeit der Hilfe unserer Teams."