AngolaApr 2004 - Apr 2005
Drei verheerende Kriege haben dem Land schwer zugesetzt. Die Lage scheint sich nun langsam zu beruhigen, doch die Bevölkerung leidet noch immer unter den Folgen. Hunger, Krankheiten, Landminen und AIDS sind die grausame und tägliche Realität der Angolaner. Angelika Krenn leistete während ihres einjährigen Aufenthalts vor allem Aufklärungsarbeit in einem Krankenhaus. "Bleiben wir realistisch und versuchen das Unmögliche", der Wahlspruch Che Guevaras ist vor vielen Jahren zum Leitspruch der beherzten Krankenschwester aus Innsbruck geworden.
MaliOct 1998 - Jul 1999
Nach Absolvierung eines Kurses über Impfungen und Ernährungshilfe von Ärzte ohne Grenzen im Sommer 1998, war Angelika Krenn im darauf folgenden Oktober wieder auf Einsatz. Die 9 Monate, die sie dann in Mali verbrachte, gehören zu den anstrengendsten, die sie je erlebt hat. "Selbst für afrikanische Verhältnisse hat Gao im Norden Malis durch die enorme trockene Hitze ein extremes Klima," berichtete Angelika Krenn nach ihrer Rückkehr. Schwerpunkt ihrer Arbeit war in Mali die Ausbildung einheimischen medizinischen Personals im Norden des Landes.
Zu Beginn ihres Einsatzes war Angelika Krenn im Norden Burkina Faso im Rahmen einer Impfkampagne gegen Meningitis eingesetzt. Später kam sie in die Nähe der Hauptstadt Ouagadougou, wo Ärzte ohne Grenzen eine großes Lager mit Flüchtlingen aus Mali vom Volk der Tuareg betreut. Nach diesem Einsatz begann Angelika Krenn wieder an der Innsbrucker Universitätsklinik zu arbeiten.
TansaniaOct 1995 - Feb 1996
Als nach dem Völkermord an den Tutsi in Ruanda 1994 der Großteil der Hutu-Bevölkerung das Land verließ, gingen die meisten nach Zaire, wo um die Städte Goma und Bukavu die größten Flüchtlingslager entstanden, die es wahrscheinlich je gegeben hat. Doch viele Menschen waren auch nach Osten, ins benachbarte Tansania geflohen. Zu den Teams von Ärzte ohne Grenzen, die sich um diese Menschen kümmerten ,gehörte auch Angelika Krenn. "Ich arbeitete für eine kurze, aber intensive Zeit im Lager Kageni", berichtete sie. Ihre Aufgabe war es, die einzelnen Stationen des Lagerspitals zu betreuen, wobei die Zusammenarbeit sowohl mit einheimischen tansanischen und mit ruandesischen Kollegen nicht immer einfach war.
MalawiDec 1993 - Aug 1994
1993 lebten in Malawi noch Tausende Flüchtlinge aus Mosambik in Lagern. Angelika Krenn arbeitete in den Lagern Shifunga, Luwani und Delema, in denen jeweil bis zu 30.000 Menschen lebten. "Wir hatten in allen 3 Lagern Ernährungszentren, wo wir Kinder im Alter von bis zu 5 Jahren betreuten. Meningitis, Masern und Cholera waren die größten Gefahren", berichtete sie. Als im Sommer 1994 die Lager aufgelöst wurden, und die Flüchtlinge heimkehren konnten, kehrte auch Angelika Krenn nach Österreich zurück.