Paul MAYER
Technik und Logistik
Oberösterreich
Oberösterreicher mit Allround-Qualitäten
Der Oberösterreicher hatte sehr unterschiedliche Berufe ausgeübt, bevor er sich bei Ärzte ohne Grenzen bewarb. Eine gute Voraussetzung um in einem der Hilfsprogramme zu arbeiten, wo Allrounder-Qualitäten gefragt sind. “Ich möchte Menschen nahe sein,” beschrieb er einen seiner Beweggründe. Helfen ist nur zu einem Teil Tatkraft, aber jemandem zu vermitteln, dass man mit ihm ist, ist ebenso wichtig. Diese Idee in der Realität umzusetzen, war Paul Mayer schon im Rahmen von verschiedenen Sozialprojekten gelungen. “Ich suche die Herausforderung, Leuten nahe zu kommen, die zu Beginn misstrauisch sind. Gerade ihnen zu helfen, die nicht mehr mit Hilfe rechnen, ist wichtig.”
Einsätze
Republik KongoFeb 2007 - Mar 2007
NigerJan 2006 - Jun 2006
Sierra LeoneSep 2004 - Feb 2005
SudanApr 2004 - Jun 2004
Ärzte ohne Grenzen kann nach einigen Monaten Hilfe für die Vertriebenen in West-Darfur erste positive Ergebnisse verzeichnen. Leider müssen in manchen Gebieten die Menschen weiterhin vor Angriffen fliehen. Die Vertriebenen, die beim Ausbruch der Gewalt alles verloren haben, sind derzeit und voraussichtlich noch die nächsten Monate völlig auf internationale Hilfe angewiesen. Der Logistiker Peter Mayer koordinierte in einem Flüchtlingslager 190 einheimische Angestellte und hunderte Tagesarbeiter. Holz- und Ziegelhütten, sanitäre Anlagen, eine Klinik usw. wurden unter schwierigsten Bedingungen gebaut. Die Regierung versucht die Leute zur Rückkehr in ihre Dörfer zu zwingen, aber die Flüchtlinge "haben eigentlich nur Angst und sind arm", resümierte Peter Mayer und erinnert daran, wie notwendig es ist, den Menschen in Darfur zu helfen.
ÄthiopienJul 2003 - Jan 2004
Tuberkulose ist eines der größten medizinischen Probleme in der ehemaligen Sowjetunion. Shymkent war einer der ersten Orte, wo Ärzte ohne Grenzen mit TBC-Programmen begonnen hat. Paul Mayer kam in einer Phase des Projektes nach Kasachstan, wo das Vertrauen der einheimischen Behörden in die neue, von der WHO vorgegebene und von Ärzte ohne Grenzen umgesetzte Behandlungsmethode DOTS gefestigt ist. "Nun geht es darum, unser Modellprojekt in die kasachischen Gesundheitstrukturen zu integrieren", berichtet Paul Mayer. "Das Vertrauen besteht, jetzt geht es an die Umsetzung." Trotz aller anstehenden strategischen Entscheidungen besteht der Alltag jedoch meistens aus viel einfacheren Dingen: Tankrechnungen, Heizprobleme, Bürokratie.