Die demokratische Republik Kongo ist durch die Auseinandersetzungen der letzten Jahre in mehrere Teile zerfallen. In der an Rohstoffen reichen Südprovinz Katanga unternahm Ärzte ohne Grenzen eine Erkundungsmission, um den zustand der Gesundheitsversorgung der Menschen zu erkunden. Dr. Daniel Mic war Mitglied des Teams dieser Erkundungsmission.
Für kurze Zeit kehrte Daniel Mic nach Sierra Leone zurück. Unweit der Stadt Kenema, wo er seinen ersten Auslandseinsatz mit Ärzte ohne Grenzen verbracht hatte, konnten im Sommer 2000 neue Gesundheitszentren aufgebaut und die Mesnchen behanndelt werden. Daniel Mic war wieder dabei, um beim Aufbau der Gesundheitsversorgung mitzuarbeiten.
Sein Medizinstudium hatte der junge Arzt aus Timisoara (Temesvar) auch deshalb begonnen, weil er humanitäre Hilfe leisten wollte. Schon in Rumänien selbst wählte er nicht den einfachen Weg, sondern arbeitete freiwillig in kroatischen und in Roma-Dörfern der Umgebung seiner Heimatstadt, wo die medizinische Versorgung schlechter ist als in der Stadt. "Hilfe kennt keine Grenzen," begründet er sein Engagement. Während seines Einsatzes in Sierra Leone sorgte der junge Rumäne dafür, dass auch den Menschen in den Dörfern der Umgebung der Stadt Kailahun dieses Recht auf medizinische Versorgung zukommt. Die große Stärke des jungen Arztes ist neben Erfahrung und Engagement seine gewinnende Persönlichkeit, die Brücken schlägt und Grenzen aufhebt.