Mag. Stefan PLEGER
Technik und Logistik
Tirol
Improvisationstalent und handwerkliches Geschick
Der Tiroler Stefan Pleger ist ein typischer Quereinsteiger bei Ärzte ohne Grenzen. Er organisierte ehrenamtlich die Informationsabende in Innsbruck mit und als Allrounder gibt es auch sonst kaum Aufgaben, denen er nicht gewachsen ist.
Es war deshalb auch nur eine Frage der Zeit, bis er sich auch für einen Auslandseinsatz interessierte. Als Grund, warum er sich bei Ärzte ohne Grenzen bewarb, gibt er an: “Weil ich denke, dass Ärzte ohne Grenzen sinnvoll und effizient agiert." Und das passte zu seinem Elan, seinem ansteckenden Optimismus und seinem sozialen Interesse und Engagment für andere.
Einsätze
PhilippinenDec 2006 - Dec 2006
SomaliaJan 2006 - Mar 2006
ÄthiopienAug 2005 - Oct 2005
Der erfahrene Tiroler Logistiker Stefan Pleger löst einen Kollegen in Meulaboh ab. Dort wird er die Verteilung von Hilfsgütern koordinieren, die mit Hubschraubern von einem Stützpunkt zum anderen gebracht werden. Er ist vor allem für die Beladung der Strecke von Sigli nach Meulaboh zuständig, beides Orte an denen Ärzte ohne Grenzen im Einsatz ist, mobile Kliniken betreibt und Menschen mit Nahrung und sauberem Wasser versorgt.
SudanApr 2004 - Apr 2004
Stefan Pleger war als logistischer Koordinator in Darfur und hat dort Hilfstransporte organisiert und mitgeholfen, die Versorgung von Tausenden Menschen mit Nahrung und Wasser zu sichern. Lesen Sie seinen persönlichen Einsatzbericht hier. Er ist einer von zwei Österreichern, die - neben vielen internationalen und Hunderten lokalen Mitarbeitern - für Ärzte ohne Grenzen in Darfur und im Tschad im Einsatz sind.
SudanAug 2002 - Sep 2002
Der Bürgerkrieg im Sudan fordert einen hohen Preis von der Bevölkerung. Immer mehr Leute leben auf der Flucht; praktisch über Nacht entstehen Flüchtlingslager mit riesigen Ausmaßen. Das Land kann die in den Gebieten lebenden Menschen kaum ernähren, dramatisch wird die Situation, wenn plötzlich tausende Vertriebene versorgt werden müssen. Durch eine lang anhaltende Dürre könnte die Lage noch verschärft werden. Stefan Pleger war im Südsudan unterwegs, um die vordringlichsten Probleme der Bevölkerung festzuhalten. Er stellte mangelnde medizinische Versorgung, zu wenig Trinkwasser und sehr eingeschränkte Nahrungsressourcen fest. Diese drei Komponenten können innerhalb kürzester Zeit für die Flüchtlinge und die ortsansässige Bevölkerung zur Überlebensfrage werden.
ÄthiopienJan 2002 - Mar 2002
Die weltweite Zunahme von Tuberkulose ist auch in Äthiopien ersichtlich. Dort stellt vor allem die langwierige Behandlung von Tuberkulose bei nomadischen Völkern ein Problem dar. Die Menschen sind ja nicht gewohnt mehrere Monate - so wie für die Behandlung erforderlich - an einem Ort zu bleiben.
Ärzte ohne Grenzen versucht dieses Problem anzugehen und hat für die benachteiligte Bevölkerungsgruppe der Afar ein Tuberkulose - Behandlungszentrum aufgebaut. Begonnen hat dieses 2001 mit strohbedachten Zelten. Stefan Pleger´s Aufgabe war es,den Zustand des lokal gebauten, 200 Betten Krankenhauses zu verbessern. Während seines Einsatzes hatte er sich zum Ziel gesetzt Wasser ins Krankenhaus zu leiten und die Böden in den Krankenzelten zu betonieren, um bessere Hygiene und damit bessere Qualität in der Betreuung von Tuberkulosekranken, zu gewährleisten.
EritreaNov 2000 - Jan 2001
Im Geredef-Tal, unweit der eritreischen Stadt Adikeih leben seit dem Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien rund 2000 intern Vertriebene in acht Lagern. Auch die Bewohner der Bergdörfer haben viele Vertriebene aufgenommen, sodass die Zahl der Bewohner der kargen Gegend sich mehr als verdoppelt hat. Stefan Pleger war mit einer Ärztin, und 4 einheimischen Helfern jeweils wochenweise in die Dörfer und Lager unterwegs: "Ich war für die Errichtung bzw. Reparatur von Brunnen zuständig, und meine Kollegin behandelte derweil Patienten, die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hatten," erzählte Stefan Pleger nach seiner Rückkehr.
LiberiaSep 2000 - Oct 2000
Als Logistiker war Stefan Pleger für die Sicherung der Kühlkette für die Impfstoffe verantwortlich. Sein Improvisationstalent, sein handwerkliches Geschick und seine offene Art waren dabei ebenso hilfreich, wie die Kenntnis der Arbeitsweise und der Abläufe bei Ärzte ohne Grenzen, die er bei einem Vorbereitungskurs im Sommer vermittelt bekommen hatte. Schon nach wenigen Wochen konnte die Hilfsaktion erfolgreich beendet werden: "Insgesamt wurden über 100.000 Menschen gegen Gelbfieber geimpft, knapp über 80% der Gesamtbevölkerung mit Ausnahme der schwangeren Frauen und der Kinder unter 6 Monaten, und der Schutz hält 10 Jahre an." lautet das zufriedene Fazit des Tirolers nach seiner Rückkehr.