BurundiFeb 2005 - Dec 2005
Ihr dritter Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte Renate Reisinger in den Osten Burundis, wo Ärzte ohne Grenzen in Zusammenarbeit mit dem burundischen Gesundheitsministerium sieben Gesundheitsposten und zwei Krankenhäuser betreibt. Sie war für den Aufbau eines Programmes verantwortlich, in entlegene Gebiete zu fahren und dort medizinische Bedarfsanalysen durchzuführen und die Aktivitäten der Gesundheitszentren durch Maßnahmen wie beispielsweise die Verteilung von Moskitonetzen zu unterstützen.
Zwei hohe Pässe sind von Kabul aus zu überwinden, bevor man in die bergige Welt Yakawlangs mitten in Afghanistan vordringen kann. "Vom Rest der Welt bekamen wir hier nicht viel mit", sagte Renate Reisinger. Um so mehr vom neuen Alltag in Afghanistan: Die Menschen bestellen ihrer Felder und bauen ihre Häuser wieder auf, die durch den Krieg zerstört worden sind.
Gelitten hat unter dem Krieg vor allem die Gesundheit der Menschen. Ärzte ohne Grenzen arbeitet in vielen Teilen Afghanistans daran, wieder eine Gesundheitsversorgung aufzubauen. Renate sorgte dafür im Spital von Yakawlang. Das kleine Spital ist zeitweise so überfüllt, dass in den vorgesehenen 14 Betten, mehr als 20 Patienten Platz finden müssen. Renate und ihr Team arbeiteten an einer Erweiterung, organisierten eine neue Apotheke und schulten Mitarbeiter. Beeindruckt war Renate von der großen Motivation ihrer lokalen Kollegen: "Es hat sich viel verändert mit dem Wiederaufbau, und so müssen wir gemeinsam vieles neu überdenken. Alle sind so wissbegierig, und jede Schulung ist hier hoch willkommen."
Die Aufgaben in Renate Reisingers erstem Einsatz waren breit gefächert. Mit ihrem Team arbeitete sie an der Wiederherstellung von Basisgesundheitsversorgung im Bezirk Pweto, in der kongolesischen Provinz Katanga. Insgesamt drei Gesundheitsstationen, die aus einer allgemeinen Ambulanz, Labor, und Apotheke sowie einem kleines Krankenhaus mit 14 Betten und Entbindungsstation bestehen, wurden unterstützt. Renate war vor allem mit der Betreuung des Ernährungszentrums für unterernährte Kinder und mit der Wiederaufnahme des Impfprogrammes beschäftigt. Durch den Krieg wurden sämtliche bestehenden Strukturen zerstört, und sollen jetzt wiederaufgebaut werden.