SambiaJan 2005 - Jan 2006
Ihr zweiter Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen führte Andrea Riedel in den Norden Sambias. Ausgehend von der Stadt Nchelenge betreute sie HIV/Aids-Patienten in acht Gesundheitszentren. Durch den Einsatz von antiretroviralen Medikamenten kann den Patienten ein Leben mit der Krankheit ermöglicht werden. "Nach zwei Monaten Behandlung sieht man massive Verbesserungen, nach sechs Monaten sieht man den Menschen die Krankheit nicht mehr an", berichtet Andrea Riedel nach ihrer Rückkehr.
In der Region sind ungefähr 17%, in urbanen Gebieten sogar 20% der Menschen HIV-positiv.
Die Militärregierung von Myanmar (Burma) stellt weiterhin nur sehr geringe Mittel für die Gesundheitsvorsorge zur Verfügung. Nach wie vor sterben viele Menschen an ansteckenden Krankheiten. Ärzte ohne Grenzen initiierte und betreut zahlreiche Programme zur Malaria-Bekämpfung. Malaria ist nach wie vor die Todesursache Nr. 1 in Myanmar. Andrea Riedel arbeitet abwechselnd in den Stützpunkten in Bhamo und Mytikyina. Von hier aus macht sie mit dem Team Tagestouren in unterschiedliche Gesundheitszentren, betreut und schult das lokale Personal und hilft beim Aufbau der Diagnose und Therapieprogramme. Ein weiterer Schwerpunkt von Ärzte ohne Grenzen ist die Aufklärung, Prävention und Behandlung von HIV/AIDS.