Winfried ROTH
Anästhesist
Tirol
Mit dem Friedensnobelpreis überzeugt
"Ich habe das Medinzinstudium gewählt, um später in fernen Ländern arbeiten zu können", sagt Winfried Roth. Reisen und neue Kulturen haben ihn immer schon interessiert. Nach einem Praktikum in Mexiko war für ihn klar, dass er das freundliche Entgegenkommen und die Unterstützung die er selbst als Student im Ausland erlebt hatte, auf jeden Fall zurückgeben möchte.
Als er 1999 die Worte des Präsidenten von Ärzte ohne Grenzen beim Empfang des Nobelfriedenspreises hörte, entschied er, dass das die Organisation war, mit der er arbeiten möchte.
Einsätze
AngolaNov 2002 - Jan 2003
Nach dem Tod des Rebellführers Jonas Savimbi im Februar 2002 scheint der über jahrzehnte andauernde Bürgerkrieg zu Ende zu sein. Langsam beginnt sich eine gewisse Normalität einzustellen. Die Situation der Bevölkerung ist jedoch nach wie vor dramatisch. Vor allem die schlechte Nahrungssituation in weiten Teilen des Landes und das äußerst mangelhafte Gesundheitssystem geben Anlass zu Besorgnis. Der Arzt Winfried Roth setzte seine Fähigkeiten im Spital von Kuito ein - eine Stadt die praktisch nur noch aus Ruinen besteht. Seine Hauptaufgabe bestand vor allem in der Schulung der lokalen Anaesthetisten. Nach seiner Rückkehr berichtete er: "Trotz Friedenszeiten sind Schuss- und Stichverletzungen keine Seltenheit, auch Minenunfälle sind nicht ungewöhnlich. Wir haben Angst, dass sich diese noch häufen werden, wenn die Minen in der stärker werdenden Regenzeit zu wandern beginnen."