Katarzyna RUSNIOK
Hebamme
Polen
Hebamme und Krankenschwester
Auf eigene Kosten war die junge Hebamme aus Polen mit Freunden übers Wochenende nach Wien gekommen. Während ihre Bekannten das Schloß Schönbrunn besichtigten, absolvierte sie das Bewerbungsgespräch mit Ärzte ohne Grenzen. Ihre Sprachkenntnisse, der Tropenkurs, den sie in Polen gemacht hatte: alles passte und wenig später ging Kasia, wie sie alle nennen, auf ihren ersten Auslandseinsatz.
Einsätze
BangladeschJul 2004 - Jul 2005
AfghanistanMar 2002 - Sep 2002
SudanMar 2001 - Nov 2001
EritreaJun 2000 - Nov 2000
Eine der wichtigsten Aufgaben in den Lagern Alba und Deda bestand darin, die Ernährungsituation der Bevölkerung im Auge zu behalten und gegebenenfallls Ernährungszentren einzurichten. Daher war dieser Einsatz auch inhaltlich für die polnische Hebamme eine ganz neue Erfahrung. Schwerpunkt ihrer Arbeit war weniger Geburtshilfe oder die Schulung traditioneller Hebammen, wie bei ihren früheren Einsätzen. Vielmehr war sie für die Ernährungszentren verantwortlich, wo Kinder Zusatznahrung erhalten. "Durch den Krieg mit Äthiopien, ist die ganze Bevölkerung der Grenzregionen aus ihrem Alltag gerissen", berichtet Kasia Rusniok. "Kinder sind in dieser Situation besonders gefährdet."
AfghanistanMar 2000 - May 2000
Sri LankaMay 1999 - Sep 1999
ArmenienJun 1998 - Mar 1999
Schwerpunkt der Arbeit von Ärzte ohne Grenzen im nordarmenischen Berd war Familienplanung und Aufklärung über Methoden der Empfängnisverhütung. Als Hebamme war Kasia Rusniok überwiegend mit diesem Teil des medizinischen Hilfsprogrammes beschäftigt. "Die Armenier sind sehr gastfreundlich, sodass ich das Leben und die Arbeit in den Dörfern sehr schätzen gelernt habe", erzählte Kasia nach ihrer Rückkehr.