Roman STEIN
Technik und Logistik
Wien
Sinnvolles tun
"Helfen, Neues sehen und lernen, interessante Leute treffen, deren Kultur kennenlernen und dabei vor allem: Sinnvolles tun." - So schilderte Roman Stein seine Beweggründe, die ihn dazu veranlasst haben, sich bei Ärzte ohne Grenzen zu bewerben.
Der aus Wiener Neustadt stammende Logistiker hat im Laufe seines Lebens vielfältige berufliche Erfahrungen gesammelt, die ihn zu einem der Allround - Logistiker prädestinierten, wie sie jedes Projekt benötigt. Seine Sprachkenntnisse (Englisch und Französisch) und seine Teilnahme an einem Vorbereitungskurs von Ärzte ohne Grenzen waren weitere wichtige Elemente, die ihm die Arbeit in seinem ersten Einsatzland erleichterten.
Einsätze
OsttimorMar 2001 - Jan 2002
Seit der Unabhängigkeit Ost-Timors von Indonesien ist es still um die junge Inselrepublik geworden. Doch die Bilder von völlig zerstörten Städten und tausenden Menschen auf der Flucht vor blutigen Kämpfen liegen noch kein Jahr zurück. Ärzte ohne Grenzen ist immer noch bei den Menschen in Ost-Timor, um ihnen beim Überleben und beim Wiederaufbau zu helfen. Der Wiener Neustädter Roman Stein war im Jahr 2001 als Logistiker in Ost-Timor.
ÄthiopienNov 2000 - Jan 2001
Der Südosten Äthiopiens, der an Somalia grenzt, ist ein sehr anziehendes, doch auch ein sehr schwieriges Gebiet: Roman Stein war in Denan und Gode als Logistiker auf Einsatz.
"Das Leben ist hier so, wie ich es mir vor meinem ersten Einsatz vorgestellt habe", berichtete Roman Stein aus Denan. Dazu gehört einerseits eine interessante Arbeit, aber auch schwierige Lebensumstände und viele Einschränkungen durch Sicherheitsregelungen. Und vor allem: hohe psychische Belastung. Als Logistiker war Roman Stein für die Beschaffung und den Transport der Lebensmittel und aller anderen notwendigen Hilfsgüter und Materialien für die Ernährungszentren in der Umgebung von Denan zuständig.
Zentralafrika gehört zum sogenannten Meningitis-Gürtel Afrikas. In diesem Raum, der in etwa die Sahelzone umfasst, treten immer wieder Fälle infektiöser Gehirnhautentzündung auf. Bei besonderer Häufung kann der Ausbruch von Epidemien nur mit Impfkampagnen vermieden werden. Das war auch im Frühjahr 2000 der Fall, als mehr als 2000 Meningitis-Fälle registriert wurden. Zu Roman Steins Verantwortung gehörte es, in der Hauptstadt Bangui die Einfuhr, den Transport und die Lagerung der Impfstoffe und der anderen Hilfsgüter mit zu organisieren. Auch begleitete er einige der Teams an die Impforte im Westen Zentralafrikas. Während der kurzen Dauer seines Einsatzes, wurden über 30.000 Menschen geimpft.