PakistanNov 2005 - Dec 2005
Dieser Einsatz führte Ingrid Strasser nach Manshera, nahe dem Epi-Zentrum des schweren Erdbebens vom 8. Oktober 2005. Dort war die erfahrene OP-Schwester im "aufblasbaren Krankenhaus" von Ärzte ohne Grenzen tätig, wo auch Monate nach dem Erdbeben großer Bedarf an medizinscher Hilfe besteht.
SudanJul 2004 - Sep 2004
Ärzte ohne Grenzen ist seit Dezember 2003 im Einsatz und hilft den Opfern von Gewalt und den Vertriebenen in Darfur. Das größte Problem ist der Hunger - Ärzte ohne Grenzen versorgt tausende unterernährte Kinder mit Nahrung. Außerdem werden die Kinder gegen Masern geimpft. "Mein Beruf hat mich auf die Idee gebracht, Menschen zu helfen, die es wirklich brauchen", sagt Ingrid Strasser. In Dafur war ihre Hilfe mehr als willkommen, sie bedeutete für viele Menschen eine Chance auf Überleben.
IrakApr 2004 - Apr 2004
Er begann am Karfreitag 2004, als die meisten Hilfsorganisationen und Medienvertreter bereits das Land verlassen hatten. Ihre Ursprungsdestination war die Rebellenhochburg Falluja, doch nach einer kurzen Evaluierung der Lage beschloss der zuständige Logistiker Ibrahim Younis, dass ein Aufenthalt dort einfach zu gefährlich sei. Daher konzentrierte sich das Team einerseits auf die Versorgung in Bagdad, wo Ärzte ohne Grenzen fünf Erste-Hilfe-Stationen betreibt und entschloss sich, zumindest einen großen Hilfstransport nach Falluja zusammenzustellen. Dieses Vorhaben, an dem Ingrid Strasser maßgeblich beteiligt war, ist trotz schwieriger Bedingungen gelungen. Der Transport ist sicher in Falluja angekommen und konnte dort dem irakischen roten Halbmond übergeben werden. Er beinhaltete alles, was man für 500 Operationen unter schwierigen Bedingungen benötigte, vom mobilen Operationstisch über Beleuchtung und sämtlichem medizinischen Material. Ingrid Strasser und ihr Team waren die letzten Vertreter internationaler Hilfsorganisationen, die am 16. April 2004 den Irak verlassen haben, als es einfach zu gefährlich wurde, dort zu arbeiten. Die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in den Erste-Hilfe-Stationen Bagdad geht allerdings weiter, sie wird von sehr guten lokalen Mitarbeitern durchgeführt.
LiberiaOct 2002 - Jan 2003
Im Spital von Monrovia war Ingrid Strasser für das Personal-und Finanz-Management zuständig, außerdem kontrollierte sie die Medikamenten-Verabreichung. Darüber hinaus betreute sie die lokalen Gesundheitszentren.
Als eine der ersten Hilfsorganisation kehrte Ärzte ohne Grenzen im November 2001 nach Kabul zurück. Ingrid Strasser war Teil des Teams, das die Lage erkunden und Projekte wieder beginnen sollte. Ihre Aufgabe war es, in einem 53-Betten-Spital in Kabul, das vom Krieg schwer beschädigt worden war, den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Als Ingrid Strasser ankam, fehlte es dafür an allen Mitteln. "Diese zu besorgen, habe ich mir für meinen Einsatz vorgenommen", sagt die erfahrene Krankenschwester. Sie setzte vor allem auf die Fähigkeiten und Resourcen ihrer lokalen Kollegen und unterstützte diese mit aller Kraft, um in Zukunft deren selbständige Weiterarbeit zu ermöglichen.
Das Connaught-Hospital ist das wichtigste, ja das einzig voll funktionierende Krankenhaus in Sierra Leones Hauptstadt Freetown. Seit Jahren arbeitet Ärzte ohne Grenzen dort mit den einheimischen Kollegen zusammen. Eine der schwierigsten Aufgaben ist es dabei, deren Motivation auch über schwierige Perioden hinweg Aufrecht zu erhalten. Die Organisation des OP-Bereichs war auch hier die Domäne von Ingrid Strasser.
KosovoAug 2000 - Nov 2000
Als Ingrid Strasser nach Peje an das dortige Krankenhaus kam, waren die meisten der albanischen Kosovaren schon wieder von ihrer Flucht zurück gekehrt. "Wir hatten das Problem, dass die Menschen zwar europäischen Standard gewohnt waren, aber ein großer Teil der Infrastruktur durch die Kämpfe zerstört war", berichtete Ingrid Strasser. So gehörten auch hier Improvisationstalent, Erfahrung und Geduld zu den wichtigtsen Attributen der erfahrenen OP-Schwester.
ÄthiopienJun 2000 - Sep 2000
Dubti, eine kleine Provinzstadt, ist in der Nähe der Grenze zu Eritrea und Djibouti gelegen. "Das Krankenhaus in dem ich arbeitete, war sicherlich nicht mit einem unserer Spitäler vergleichbar, doch die Arbeit, die mein äthiopischer Kollege, der Chirurg dort geleistet hat, war beeindruckend," erzählte Ingrid Strasser nach ihrer Rückkehr von ihrem ersten Einsatz in Afrika.
Sri LankaAug 1998 - Mar 1999
Ihr erster Einsatz in Sri Lanka führte Ingrid Strasser nach Batticaloa, an der Ostküste, der zweite nach Jaffna im Norden der Insel. Ihre Aufgabe war beide Male die selbe: den Hygienestandard im OP-Bereich zu verbessern, damit die Patienten auch unter den schwierigen Bedingungen des Bürgerkrieges eine optimale Versorgung erhalten. "Ich hatte so einen guten Kontakt zu den Leuten dort", berichtete Ingrid Strasser nach ihrer Rückkehr, "dass ich einiges an Fortschritten erreichen konnte."