Otto ZIWSA
Finanz und Personalwesen
Wien
Dank für langjähriges Engagement
Otto Ziwsa zählt zu den langjährigen Mitarbeitern von Ärzte ohne Grenzen Österreich. Bis Ende 2001 betreute er die immer zahlreicher werdenden Freiwilligen aus Österreich und Osteuropa, die mit Ärzte ohne Grenzen auf Auslandseinsatz gehen.
Seit Oktober 2002 arbeitet er im Pariser Büro von Médecins Sans Frontières/ Ärzte ohne Grenzen in der Abteilung Human Resources.
Der Absolvent des Lycée Français kennt Ärzte ohne Grenzen bereits seit seiner Schulzeit. Als er das Angebot bekam, das Büro der österreichischen Sektion mit aufzubauen, zögerte er nicht lange. Mehrere Jahre war er für die Leitung der dortigen Abteilung "Human Resources" verantwortlich. Seit seinem achtmonatigen Einsatz in Thailand, wo Ärzte ohne Grenzen Tausende burmesische Flüchtlinge betreute, kann er Bewerbern das Leben und die Arbeit "im Feld" noch besser vermitteln. Da sich immer mehr Bewerber aus den Ländern Zentral- und Osteuropas für einen Auslandseinsatz melden, war Otto Ziwsa auch hier mit neuen Herausforderungen konfrontiert.
Von 2005 bis 2010 war Otto Ziwsa Mitglied des Vorstandes von Ärzte ohne Grenzen Österreich.
Einsätze
JemenNov 2001 - Aug 2002
Die Einführung von Behandlungskosten in allen öffentlichen Gesundheitseinrichtungen hat im Jemen für weite Teile der Bevölkerung den Zugang zu Gesundheitsversorgung enorm erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht. Ärzte ohne Grenzen, seit 1987 im Jemen tätig, setzt sich dafür ein gerade den ärmsten Bevölkerungsschichten kostenlose und doch qualitativ gute Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Besondere Aufmerksamkeit wird bei den verschiedenen Projekten der gesundheitlichen Betreuung von Müttern und Kleinkindern geschenkt. Wie in allen anderen Projekten von Ärzte ohne Grenzen ist transparente Finanzabwicklung ein Grundgebot der Einsatzteams. Als Hauptstadtadministrator war Otto Ziwsa genau dafür verantwortlich: Budgetplanung, Buchhaltung, Arbeitsverträge, Visa, und alles das vorhergesehen oder unvorhergesehen tagtäglich erforderlich ist, um die Programme und damit die Gesundheitsversorgung für unzählige Menschen im Jemen am Laufen zu halten.
ThailandDec 1998 - Jul 1999
Seit 1984 leben viele Angehörige des Volkes der Karen in Flüchtlingslagern im Nordwesten Thailands. "Solange der Bürgerkrieg zwischen der Regierung Myanmars und den Karen-Rebellen nicht aufhört, haben die Menschen hier auch wenig Aussicht auf eine Verbesserung ihrer Lage", berichtete Otto Ziwsa aus Maesod. Allein in den 3 Lagern, die seine Kollegen und er in der Umgebung der Stadt Maesod betreuten, lebten 50.000 Menschen, zum Großteil Frauen und Kinder. Auch heute existieren diese Lager immer noch.