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Samstag, 30. August 2014 | 12:10 CEST
Gitega, Burundi, 15.02.2013: Eine Patientin im Urumuri-Zentrum zur Behandlung von Geburtsfisteln.Foto: Martina Bacigalupo
Veröffentlicht am 15.02.2013
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Burundi: Frauenleiden Geburtsfisteln

1.000 Operationen zur Behandlung von Geburtsfisteln hat Ärzte ohne Grenzen in seinem Projekt in Gitega, Burundi schon durchgeführt. Doch die Organisation ist besorgt über die Zukunft des Programmes.

03.03.2011

Geburtsfisteln Burundi 2011

Das Fachzentrum für Fisteln in Gitega, in dem betroffene Frauen von Ärzte ohne Grenzen versorgt werden.

Das Urumuri-Zentrum in Gitega wurde im Juli 2010 als Zusammenarbeit des Gesundheitsministeriums und Ärzte ohne Grenzen ins Leben gerufen. 1.000 Operationen wurden hier schon durchgeführt, Operationen, die es den Frauen ermöglichen, aus ihrer Isolation in ihr normales Leben zurückzukehren. Denn Geburtsfisteln führen oft zu Inkontinenz, was wiederum soziale Isolation für die betroffenen Frauen bedeutet, da sie oft von der eigenen Familie und der Gemeinschaft verstoßen werden.

Umfangreiche und kostenlose Behandlung

Obwohl in Burundi bei etwa 1.200 Frauen jährlich Geburtsfisteln auftreten, ist das Urumuri-Zentrum von Ärzte ohne Grenzen noch immer die einzige Einrichtung im ganzen Land, die eine umfangreiche und kostenlose Behandlung der Frauen anbietet. Die Chirurgen, die die Eingriffe durchführen, sind internationale freiwillige Mitarbeiter der humanitären medizinischen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

Sorge um die Zukunft

„Während wir uns freuen, dass wir so viele Frauen behandeln und ihnen damit ermöglichen konnten, ihre Würde wiederzuerlangen, sind wir gleichzeitig sehr über die Zukunft des Projekts besorgt“, sagt Bavo Christiaens, Ärzte ohne Grenzen-Einsatzleiter in Burundi. „Trotz unser wiederholten Anfragen an die Gesundheitsbehörden, konnten wir noch keinen einzigen Chirurgen in der Behandlung von Geburtsfisteln trainieren. Wir appellieren deshalb noch einmal an unsere Partner, die Gelegenheit zu nutzen, burundische Ärzte in unserem Zentrum ausbilden zu lassen.“

Ärzte ohne Grenzen befürchtet, dass das Urumuri-Zentrum schließen wird, wenn das Programm an die burundischen Behörden übergeben werden wird. „Ärzte ohne Grenzen stellt zwischenzeitliche Unterstützung zur Verfügung, unser Ziel ist es, die Aktivitäten den lokalen Gesundheitsbehörden übergeben zu können. Unsere Expertise zu teilen und Trainings anzubieten, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Einsatzes hier in Burundi“, merkt Christiaens an.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1993 in Burundi und betreibt drei Projekte, von denen in zweien der Fokus auf der Gesundheit von Müttern liegt.

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