Saturday, 4. February 2012 | 08:24 CET

Maradi, Niger, 16.04.2009: Kühlkette für Meningitis-Impfkampagne.Foto: Olivier Asselin

Logistik

Vor allem in Notsituationen ist es oft die Logistik, die Leben rettet. Sie ist als Basis für die medizinischen Projekte in einem Krisengebiet unverzichtbar. 

Logistikerinnen und Logistiker sorgen für den Transport von medizinischem Material und Medikamenten, für eine funktionierende Kommunikationstechnik, für alle technischen und organisatorischen Details und nicht zuletzt für Unterkunft und Verpflegung.


In 24 Stunden vor Ort

Kaum ist die Nachricht vom Krisengebiet eingelangt, läuft die Maschinerie von Ärzte ohne Grenzen an. Durch einen ausgeklügelten Krisenplan und perfekte Logistik kann der Hilfseinsatz sofort beginnen und die Notfallteams können ihre Arbeit aufnehmen.


Noteinsatz nach einem Erdbeben

Beim Noteinsatz analysieren und beurteilen ein Logistiker und ein Arzt die Lage im Einsatzgebiet. Je nach Entscheidung kann für die medizinische Nothilfe binnen 24 Stunden ein Einsatzteam vor Ort aufgebaut werden. Der Großteil der über 400 Hilfseinsätze sind mittlerweile jedoch Aufbauprogramme. Dabei wird sehr intensiv mit den lokalen Behörden und anderen Organisationen kooperiert, um die "Hilfe zur Selbsthilfe" zu fördern.


Logistikzentren

In den Zentrallagern von Ärzte ohne Grenzen steht alles bereit, was man für einen Noteinsatz benötigt. Notfallkits, die bereits vom Zoll abgefertigt sind, können von einem Logistikzentrum aus innerhalb kürzester Zeit in Frachtflugzeuge verladen und versandt werden. Dazu steht das Zentrum in ständiger Verbindung mit den Notfallteams von Ärzte ohne Grenzen. Das größte Logistikzentrum von Ärzte ohne Grenzen befindet sich im französischen Bordeaux. Weitere große Logistikzentren gibt es in Belgien, Ostafrika (Nairobi) und Costa Rica, dazu noch kleinere Verteilungslager in verschiedenen Einsatzländern.

blogs.msf.at
Österreichische Einsatzmitarbeiter berichten

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