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Gesundheit - ein Menschenrecht
Die medizinische Versorgung von Menschen in Not ist das Hauptziel von Ärzte ohne Grenzen
Jahr für Jahr gehen mehr als 3000 internationale Mitarbeiter für Ärzte ohne Grenzen in Kriegs- und Krisengebiete, um dort tödliche Krankheiten zu bekämpfen. Sie werden mit vielen unterschiedlichen Krankheiten konfrontiert, von denen einige häufig vorkommen, andere glücklicherweise selten. Lebensbedrohlich sind jedoch alle, wenn sie nicht richtig behandelt werden.
Atemwegserkrankungen
Atemwegserkrankungen, deren gefährlichste Form die Lungenentzündung (Pneumonie) darstellt, zählen neben Durchfall, Unterernährung, Masern und Malaria zu den fünf Haupttodesursachen in Krisensituationen. In Industrieländern ist die Lungenentzündung die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit. In ärmeren Ländern steht die Lungenentzündung an zweiter, in der weltweiten Todesursachenstatistik an dritter Stelle.
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Chagas
Chagas ist eine in Mittel- und Südamerika verbreitete Infektionskrankheit, die durch Wanzenbisse übertragen wird. Sie schädigt vor allem Herz, Nervensystem und Darm und endet unbehandelt in zirka zehn Prozent der Fälle tödlich. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet.
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Cholera
Die Cholera, seit dem Altertum bekannt, gehört zu den ältesten Durchfallerkrankungen und ist eine Krankheit der Armen. Voraussetzung für die Ausbreitung sind schlechte hygienische Lebensbedingungen. Die Cholera wird durch unterschiedliche Formen des Bakteriums Vibrio cholerae hervorgerufen und durch verschmutztes Wasser, Lebensmittel und direkten Kontakt mit bereits Infizierten übertragen. Das Bakterium gelangt über den Mund in den Verdauungstrakt und kommt hier zur Wirkung.
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Ebola
Ebola ist eine hoch infektiöse und meist tödliche Viruserkrankung. Zum ersten Mal brach sie 1976 im Norden des ehemaligen Zaire (heute: Demokratische Republik Kongo) aus. Sie breitete sich damals zunächst an den Ufern des Ebolaflusses aus. Fast alle Menschen, die mit ihr in Berührung kamen, starben. Dann verschwand die Krankheit wieder, so geheimnisvoll, wie sie gekommen war.
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HIV/Aids
Seitdem Aids in den frühen 1970er Jahren im damaligen Zaire (der heutigen D.R. Kongo) zum ersten Mal aufgetreten ist, hat sich die Krankheit in den 80er Jahren explosionsartig ausgebreitet. Heute leben nach Angaben von UNAIDS (2007) weltweit 33.2 Millionen Menschen mit HIV. 95 Prozent von ihnen leben in ärmeren Ländern. Aids zählt neben infektiösen Durchfallerkrankungen, Pneumonien, Tuberkulose und Malaria weltweit zu den fünf häufigsten Todesursachen. In Afrika steht die Krankheit dabei an erster Stelle.
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Leishmaniose / Kala Azar
Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch ein kleines Insekt (Sandmücke Phlebotomus) übertragen wird und die sich in einem einfachen Befall der Haut äussern kann, aber auch in einem schweren Befall mehrerer Organe (bezeichnet als 'Kala Azar').
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Malaria
Malaria ist neben Durchfall, Unterernährung, Masern und Lungenentzündung eine der fünf Haupttodesursachen in Entwicklungsländern. Sie fordert jährlich mehr als eine Million Menschenleben. Am stärksten betroffen sind Kinder in Afrika: Sie alleine machen 75 % der weltweiten Todesfälle aus. Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an der Krankheit. Aber auch Mütter sind stark betroffen: In endemischen Gebieten ist Malaria direkt oder indirekt für 30 % der Müttersterblichkeit verantwortlich.
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Mangel- und Unterernährung
Der Nährstoffbedarf eines Menschen bezeichnet die Menge an Nahrung, die für eine optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit benötigt wird. Bei Mangel- oder Unterernährung kommt es durch unzureichende Zufuhr einzelner oder mehrerer Nährstoffe zu physiologischen (körperlichen) Funktionseinschränkungen, die bis zum Tode führen können.
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Masern
Masern sind eine äußerst ansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird. Sie geht mit einem charakteristischen Hautausschlag einher und kann durch mehrere Komplikationen zum Tode führen. Bei einer ungeimpften Bevölkerung stellt die typische Kinderkrankheit eine der fünf Haupttodesursachen in Krisensituationen dar. Jedes Jahr sterben weltweit mehr als eine Million Kinder an Masern - die meisten von ihnen in ärmeren Ländern.
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Meningitis
Meningitis ist eine Entzündung der Hirn- bzw. Rückenmarkshäute, das heißt der Membranen, die Gehirn und Rückenmark umhüllen. Es gibt eine Vielzahl von Erregern (Viren, Bakterien, Parasiten), die eine Meningitis auslösen können. Einer der gefährlichsten Erreger ist das Bakterium Neisseria meningitidis, meist Meningokokkus genannt. Er zeichnet sich durch eine hohe Ansteckungsgefahr (Virulenz) aus und löst im Gegensatz zu den anderen Meningitiserregern öfter Epidemien aus.
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Tuberkulose
Jährlich erkranken rund neuen Millionen Menschen an Tuberkulose, 99 Prozent davon leben in ärmeren Ländern. Tuberkulose und Armut gehen Hand in Hand. Ungünstige soziale Verhältnisse und Massenkontakte, z. B. in Flüchtlingslagern, führen zu einer schnellen Verbreitung.
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blogs.msf.at
Österreichische Einsatzmitarbeiter berichten
MitarbeiterInnen derzeit im Einsatz
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