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Mittwoch, 22. Mai 2013 | 15:54 CEST
Goré, Tschad, 10.11.2006: Eine Mutter mit ihrem unterernährten Kind in einem Ernährungszentrum von Ärzte ohne Grenzen im Süden des Tschad.Foto: Philipp Horak/Anzenberger

Mangel- und Unterernährung

Der Nährstoffbedarf eines Menschen bezeichnet die Menge an Nahrung, die für eine optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit benötigt wird. Bei Mangel- oder Unterernährung kommt es durch unzureichende Zufuhr einzelner oder mehrerer Nährstoffe zu physiologischen (körperlichen) Funktionseinschränkungen, die bis zum Tode führen können.

Zunächst verliert der Körper Fette, dann Muskelmasse, die aus Eiweißen besteht. Wenn das Körpergewicht eines Kindes weniger als 70-85 Prozent des Durchschnittsgewichtes eines Kindes vergleichbarer Größe beträgt, bezeichnet man das Kind als unterernährt. Unterernährung gehört zu den häufigsten Todesursachen von Kindern in Krisensituationen.

Kinder reagieren empfindlicher auf Unterernährung als Erwachsene, da sie im Wachstum einen verhältnismäßig höheren Nährstoffbedarf haben. Da sie keine großen Mahlzeiten verdauen können, müssen sie häufig mit kleinen Portionen gefüttert werden. In Krisensituationen ist dies häufig nicht möglich. Die Kinder erhalten dementsprechend weniger Nahrung als sie eigentlich bräuchten.

Außerdem neigen Kinder eher zu Infektionskrankheiten, die einerseits den Appetit hemmen, andererseits aber mit einem erhöhten Kalorien- und Nährstoffbedarf einhergehen. Diese Krankheiten können ebenso schnell wie die Unterernährung zum Tode führen.

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