Tuesday, 22. May 2012 | 20:49 CEST

Veröffentlicht am 13.05.2009
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5 Tage intensiver Kämpfe in Somalias Hauptstadt Mogadischu

Nach zwei Monaten relativer Ruhe brachen in den Straßen Mogadischus erneut Kämpfe aus. In den vergangenen vier Tagen (8. bis 11. Mai) haben Teams von Ärzte ohne Grenzen im Daynile-Krankenhaus am Stadtrand Mogadischus 91 Kriegsverletze, die aus den Wohngebieten kamen, behandelt. Alle Verletzungen resultierten von Explosionen oder waren Schussverletzungen. Bei 38 dieser Verletzten handelte es sich um Frauen oder Kinder unter 14 Jahren, was zeigt, welch hohen Preis die Zivilbevölkerung für diesen Konflikt bezahlen muss.

In den vergangenen Wochen kehrten viele Menschen nach Mogadischu zurück, doch der erneute Gewaltausbruch in den Straßen vertrieb sie wieder in Lager außerhalb der Stadt, wo Ärzte ohne Grenzen Wasser und Hilfsgüter zur Verfügung stellt.

Im vergangenen Jahr behandelte Ärzte ohne Grenzen im Daynile-Krankenhaus 5.250 Menschen, die an Verletzungen litten, mehr als 3.000 davon waren kriegsbedingt. Mehr als die Hälfte aller Patienten waren Frauen und Kinder unter 14 Jahren. Ärzte ohne Grenzen verteilte über 10 Millionen Liter Wasser sowie Wasserkanister und Schutzplanen an Menschen in vier Vertriebenenlager im Distrikt Daynile.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1991 in Somalia und ruft alle Konfliktparteien dazu auf, die Sicherheit von Zivilisten zu respektieren.

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