Tuesday, 22. May 2012 | 20:53 CEST

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Demokratische Republik Kongo, Jänner 2009: Ebola-Isolationsstation in KaluambaFoto: © Luis Encinas/MSF
Veröffentlicht am 30.12.2008
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Ärzte ohne Grenzen bekämpft Ebola in West-Kasai

Im Distrikt Mweka, Provinz West-Karsai, liegt die Zahl der Patienten mit Verdacht auf Ebola bei 38. Von diesen Erkrankten sind zwölf verstorben. Ärzte ohne Grenzen hat zwei Isolierstationen aufgebaut, leistet Aufklärungsarbeit und beobachtet die Lage genau.

Ärzte ohne Grenzen schickte ein Team von 16 Mitarbeitern in die Region, die rund um die Uhr daran arbeiten, die Ebola-Epidemie einzudämmen. In Kaluamba, dem am stärksten betroffenen Dorf im Distrikt Mweka, haben sie eine Isolierstation aufgebaut. Um die Ausbreitung der Viruskrankheit zu verhindern, werden dort Patienten mit Verdacht auf Ebola und solche, die bereits erkrankt sind, getrennt von der Gemeinschaft behandelt. Zurzeit befinden sich zwei Patienten in der Isolierstation.

Weiter nördlich im Disktrikt Mweka, in Kampungu, hat Ärzte ohne Grenzen eine weitere Isolierstation mit einer Aufnahmekapazität von 25 Patienten aufgebaut, die im Bedarfsfall in Betrieb genommen werden kann.

Dies ist der zweite Ausbruch der Krankheit in diesem Teil der Provinz West-Karsai innerhalb eines Jahres. Ebola ist eine hoch ansteckende, meist tödliche Viruskrankheit, die durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Erbrochenem oder Stuhl übertragen werden kann. Daher sind sowohl Angehörige von Erkrankten als auch das Pflegepersonal von Ansteckung bedroht.

Ärzte ohne Grenzen hat rund ein Dutzend Helfer angestellt, die Hausbesuche machen. Sie sollen Menschen finden, die Kontakt mit der Krankheit hatten und sie weiter beobachten. Zurzeit sind 184 von ihnen unter Beobachtung. Zudem sind 36 Personen damit beauftragt, zu den Gemeinden zu fahren und die Bevölkerung über die Krankheit und Gesundheitseinrichtungen aufzuklären.

Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen beobachten die Lage in ganz Mweka genau, um frühzeitig Gegenden zu identifizieren, in denen es möglicherweise zu weiteren Erkrankungen kommt. In der Region gibt es Krankheiten wie Malaria und Bakterienruhr, deren grippeartige Symptome denen der Anfangsphase von Ebola ähneln. Gegenwärtig wird im Labor geklärt, ob Ebolafälle unter den Erkrankungen sind.

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