© alle Fotos MSF/Carlos Tomasi
Der Österreicher Franz Luef ist in Soacha als Financial Controller tätig. Seine Fotos in der Fotogalerie geben uns einen Einblick in das von österreichischen Spendengeldern mitfinanzierte Projekt. Bis die 12 Bilder (219 KB) in der Fotogalerie vorausgeladen sind, kann es etwas dauern, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus.
Vertrieben im eigenen Land
In Notzeiten sind es meist Kinder, die am meisten darunter leiden.
Jede Abwechslung belohnen Sie mit einem Lächeln.
Die Odontologie und Zahnhygiene hat, wie überall in Lateinamerika, auch hier in Kolumbien einen sehr großen Stellenwert und ist neben der medizinischen Grundversorgung auch fixer Bestandteil der Arbeit von Ärzte ohne Grenzen.
Immer wieder ein großer Andrang und jede Menge Arbeit in den fixen Gesundheitszentren ...
... Auch "Puesto de Salud" oder ...
... "Isla de Salud" genannt.
Natürlich kommen auch die Kleinsten der Kleinen nicht zu kurz. Ihnen kommt eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu.
Angebote sind zum Beispiel: Unterstützung bei der Familienplanung, wie etwa im Rahmen von Informationsveranstaltungen.
Oder Betreuung der jungen Familie.
Die mobilen Einsatzteams besuchen die einzelnen Familien auch in ihren bescheidenen Heimen und Unterkünften, ...
... die sie unter Anstrengungen und Entbehrungen teuer erworben haben.
Veröffentlicht am 20.01.2004
Ärzte ohne Grenzen in Soacha, Kolumbien
Vertriebene aus ganz Kolumbien flüchten nach Soacha, im Süden von Bogotá, und versuchen hier ein Auskommen zu finden. Der bereits seit mehr als 40 Jahre andauernde Bürgerkrieg fordert natürlich vor allem unter der zivilen Bevölkerung seine Opfer. Rebellen, Milizen, Militär und Drogenmafia führen einen Kampf jeder gegen jeden. Viele geben ihr Heim und Habe auf und flüchten in scheinbar "sichere" Regionen wie Soacha. Sie kommen hierher um zu überleben und bezahlen dafür sehr oft einen hohen Preis. Das Projekt dort wird nicht nur mit Personal aus Österreich unterstützt, sondern auch mit Spendengeldern von Ärzte ohne Grenzen Österreich mitfinanziert.
Einheimische Gesundheitsversorgung unzureichend
In einer schnell wachsenden Region wie Soacha fehlt es gravierend an medizinischer Grundversorgung und Betreuung. Die einheimische soziale Versorgung funktioniert leider nur theoretisch und für Vertriebene schon gar nicht. Bedrohungen und Gewalt sind an der Tagesordnung. Aus Gründen der Sicherheit müssen viele ihre Identität aufgeben. Somit verlieren sie auch den Zugang zu sozialen Einrichtungen.
So hilft Ärzte ohne Grenzen
Und genau hier wird Ärzte ohne Grenzen nachhaltig tätig. Die medizinischen Versorgung wird mittels mobiler Einsatzteams, medizinischer und sanitärer Assistenz, Informations- und Präventionskampagnen sichergestellt. Das bedeutet eine erhebliche Verbesserung der Situation und gibt den Menschen überdies auch Hoffung.
Einwohner:
45.659.709
Lebenserwartung:
73 Jahre
Kindersterblichkeit:
19 von 1.000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag
Quelle: data.worldbank.org
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