Tuesday, 22. May 2012 | 21:02 CEST

Veröffentlicht am 20.01.2004
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Ärzte ohne Grenzen in Soacha, Kolumbien

Vertriebene aus ganz Kolumbien flüchten nach Soacha, im Süden von Bogotá, und versuchen hier ein Auskommen zu finden. Der bereits seit mehr als 40 Jahre andauernde Bürgerkrieg fordert natürlich vor allem unter der zivilen Bevölkerung seine Opfer. Rebellen, Milizen, Militär und Drogenmafia führen einen Kampf jeder gegen jeden. Viele geben ihr Heim und Habe auf und flüchten in scheinbar "sichere" Regionen wie Soacha. Sie kommen hierher um zu überleben und bezahlen dafür sehr oft einen hohen Preis. Das Projekt dort wird nicht nur mit Personal aus Österreich unterstützt, sondern auch mit Spendengeldern von Ärzte ohne Grenzen Österreich mitfinanziert.

Einheimische Gesundheitsversorgung unzureichend

In einer schnell wachsenden Region wie Soacha fehlt es gravierend an medizinischer Grundversorgung und Betreuung. Die einheimische soziale Versorgung funktioniert leider nur theoretisch und für Vertriebene schon gar nicht. Bedrohungen und Gewalt sind an der Tagesordnung. Aus Gründen der Sicherheit müssen viele ihre Identität aufgeben. Somit verlieren sie auch den Zugang zu sozialen Einrichtungen.

So hilft Ärzte ohne Grenzen

Und genau hier wird Ärzte ohne Grenzen nachhaltig tätig. Die medizinischen Versorgung wird mittels mobiler Einsatzteams, medizinischer und sanitärer Assistenz, Informations- und Präventionskampagnen sichergestellt. Das bedeutet eine erhebliche Verbesserung der Situation und gibt den Menschen überdies auch Hoffung.

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