Ärzte ohne Grenzen unterstützt Opfer von schweren Überschwemmungen in Mosambik
Schwere Überschwemmungen haben in Mosambik die Ufergegenden des Zambezi verwüstet. Ärzte ohne Grenzen unterstützt Menschen die vor den Fluten flüchten mussten durch die Schaffung von Gesundheits- und Hygiene-Einrichtungen und die Früherkennung von Krankheiten wie Malaria.
Als Folge der Überschwemmungen halten sich derzeit rund 71.000 Menschen in Notunterkünften auf, 50.000 weitere in Transitzentren. Die Regierung von Mosambik und das mosambikanische Katastrophenhilfsinstitut unternehmen große Anstrengungen, um alle Einsätze zu koordinieren. Die Katastrophenhilfe scheint grundsätzlich gut zu funktionieren, doch die lokal vorhandenen Kapazitäten stoßen an ihre Grenzen, da die Überschwemmungsopfer auf zu viele Orte verteilt sind.
Die Einsätze von Ärzte ohne Grenzen
Das Hauptziel der Einsätze von Ärzte ohne Grenzen besteht darin, den Vertriebenen in den nächsten ein- bis zwei Monaten bei der Deckung ihrer Grundbedürfnisse zu helfen. Zunächst muss die Versorgung mit sauberem Trinkwasser sichergestellt werden. Außerdem müssen Plastikplanen für temporäre Unterkünfte und Hilfsgüter (darunter Kanister, Küchen- und Hygieneutensilien, Decken und Moskitonetze) verteilt werden, um in den Lagern minimale Hygienestandards sicherzustellen.
Ärzte ohne Grenzen wird außerdem ein System einrichten, damit in den Gesundheitszentren möglichst alle Fälle von Mangelernährung sowie potentielle Epidemien wie Masern und Durchfallerkrankungen wie Cholera früh genug erkannt werden.
Derzeit sind elf internationale und 20 mosambikanischen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen im Katastrophengebiet im Einsatz.

