Äthiopien: Ärzte ohne Grenzen versorgt mehr als 4.000 schwer mangelernährte Kinder
Im vergangenen Monat hat Ärzte ohne Grenzen mehr als 4.000 schwer mangelernährte Kinder in Äthiopien versorgt. Die Ernährungsprogramme laufen in den Regionen Oromiya und Southern Nations and Nationalities People`s Region (SNNPR). In den nächsten Tagen sollen die Programme noch erweitert werden. Außerdem werden Teams von Ärzte ohne Grenzen weitere Erkundungen durchführen, um die am schlimmsten betroffenen Regionen zu ermitteln und entsprechend zu reagieren.
Bereits am 13. Mai hat Ärzte ohne Grenzen ein Zentrum in Ropi (Bundesstaat Oromiya) aufgebaut, in dem Kinder 24 Stunden am Tag medizinisch versorgt werden können. Ärzte ohne Grenzen behandelt dort schwer mangelernährte Kinder, die an Komplikationen wie Malaria und Lungenentzündung leiden. Zwei weitere solcher Ernährungszentren wurden im vergangenen Monat in Senbete Shinquille und Shashemene (Provinz Oromiya) errichtet. Insgesamt wurden 927 Kinder in diese drei Zentren aufgenommen, derzeit werden 290 Kinder versorgt.
Die Kinder, die nicht an Komplikationen leiden, werden im ambulanten therapeutischen Programm behandelt. Sie werden wöchentlich mit therapeutischer Fertignahrung versorgt, können aber zu Hause bei ihren Familien bleiben. Sie kommen wöchentlich zur medizinischen Kontrolle zu den Ärzten und können bei Bedarf in ein Zentrum mit 24-stündiger Betreuung überwiesen werden. In der Region Oromiya hat Ärzte ohne Grenzen elf Standorte, an denen diese ambulante Hilfe geleistet wird. Mehrere hundert schwer mangelernährte Kinder erhielten bereits auf diese Weise Hilfe.
Am 2. Juni haben Teams von Ärzte ohne Grenzen auch damit begonnen, in der Kambata-Zone von SNNPR zu arbeiten. Ein Zentrum für schwere Fälle von Mangelernährung wurde im Bezirk Kachabira aufgebaut. Seit dem 13. Juni erhielten dort 150 Kinder medizinische Versorgung. Zusätzlich gibt es zwei Standorte im Distrikt Kachabira und zwei im Distrikt Hadero, von denen aus schwer mangelernährte Kinder ambulant betreut werden können. In den vergangenen zwei Wochen wurden mehr als 900 schwer mangelernährte Kinder in diese Programme aufgenommen und erhalten therapeutische Nahrung.

