Ebola-Ausbruch in Uganda
Labortests haben bestätigt, dass im Westen Ugandas in der Nähe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo Patienten an Ebola erkrankt sind. Laut ugandischem Gesundheitsministerium wurden in den Dörfern Kykyo und Bundibugyo insgesamt 90 Fälle registriert. 21 dieser Patienten sind bereits gestorben. Ärzte ohne Grenzen hat am ersten Dezember einen Hilfseinsatz gestartet.
Das durch das Ebola-Virus ausgelöste hämorrhagische Fieber ist eine äußerst ansteckende Krankheit, für die es bisher keine Behandlung gibt. Die heute bekannten Virusstämme führen in 50 bis 90 Prozent der Fälle zum Tod des Erkrankten. Bei einem Ebola-Einsatz richtet Ärzte ohne Grenzen daher eine effiziente Isolationsstation ein, wo infizierte Patienten isoliert, rehydriert und so gut wie möglich gepflegt werden.
Um die Epidemie unter Kontrolle zu bringen, muss außerdem nach den Kontaktpersonen der Erkrankten und möglichen weiteren Epidemieherden gesucht werden. Bis jetzt sind in Uganda in zwei weiteren Dörfern Patienten mit verdächtigen Symptomen aufgetaucht, die aber noch durch Labortests bestätigt werden müssen.
Ein sechsköpfiges MSF-Team ist am 1. Dezember in Bundibugyo eingetroffen. Es richtet in Bundibugyo und Kykyo zwei Isolationsstationen ein. Das Team wird in den nächsten Tagen auf rund zwanzig Personen vergrößert. Heute Mittwoch (5. Dezember) befinden sich 23 Patienten in der Isolationsstation in Bundibugyo. MSF arbeitet eng mit den Behörden Ugandas, der Weltgesundheitsorganisation und weiteren Organisationen zusammen.
Ärzte ohne Grenzen bildet das lokale medizinische Personal in den zu ergreifenden Präventionsmassnahmen weiter und verteilt Medikamente sowie Schutzmaterial: Da das Virus sich über Körperflüssigkeiten verbreitet, besteht ein hohes Ansteckungsrisiko für das Pflegepersonal. In Bundibugyo haben sich bereits fünf im Gesundheitszentrum arbeitende Krankenpfleger sowie Begleitpersonen, die neben den Kranken schliefen, angesteckt.

