© alle Fotos MSF/Didier LefevreIn Liberia hat Didier Lefevre die Teams von für Ärzte ohne Grenzen begleitet, wo sie Nothilfe für die Zivilbevölkerung leisteten. Bis die 12 Fotos (212 KB) vorausgeladen sind dauert es ein wenig, aber es zahlt sich aus!
In der nördlich von Monrovia gelegenen Region Bong haben die LURD-Rebellen an den Ufern des Flusses Saint Paul einen Angriff gegen die Regierungskräfte gestartet. 2.000 Einwohner der umliegenden Dörfer haben verängstigt ihre Häuser verlassen.
Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen fahren mit dem Auto die Straße ab, um die Zahl der Flüchtlinge einschätzen zu können und mögliche Verletzte zu finden.
Dieses Bild zeigt das Vertriebenenlager Salala. Es liegt in der Region Bong, nördlich von Monrovia. Die Menschen, die sich dorthin geflüchtet haben, lebten vorher in dem wenige Kilometer weiter nördlich gelegenen Vertriebenenlager Maimu, wohin sie wiederum bereits vor mehreren Jahren geflohen waren.
Im Vertriebenenlager Salala ist die Ernährungssituation Besorgnis erregend. Ärzte ohne Grenzen hat deshalb die Verteilung von Nahrungsmitteln organisiert. Die Vertriebenen strömen schon im Morgengrauen herbei, um sich für die Ausgabe anzustellen.
Die Lastwagen mit den Nahrungsmitteln verspäten sich, und die Menge wird unruhig. Die Menschen fürchten, dass die Verteilung doch nicht stattfinden wird.
Das Warten dauert an. Die Anspannung wird größer, und die Gemüter erhitzen sich.
Dann findet die Nahrungsmittelverteilung endlich statt. Eine Krankenschwester von Ärzte ohne Grenzen kümmert sich um ein kleines Mädchen, dem die lange Wartezeit zugesetzt hat.
Dieses Foto zeigt das Stadion in der liberianischen Hauptstadt Monrovia. Tausende Vertriebene sind vor den Kämpfen geflüchtet, allein 7.000 Menschen in das Stadion. Manche von ihnen sind schon länger als vier Monate hier.
Die Region Careysburg wird von Regierungstruppen kontrolliert. Ärzte ohne Grenzen unterhält dort ein Gesundheitszentrum. Der Arzt Benjamin Wan kümmert sich um einen Patienten, der möglicherweise an Cholera erkrankt ist.
In Careysburg betreut Ärzte ohne Grenzen außerdem ein Ernährungszentrum.
Hier werden unterernährte Kinder wieder aufgepäppelt.
Soldaten der westafrikanischen Schutztruppe ECOMIL (im Bild Soldaten aus Guinea-Bissau) sollen in die Region Bong verlegt werden. Die Vertriebenen machen sich nach dieser Ankündigung sofort auf den Weg nach Hause.
Von den Kämpfen in Liberia sind Zehntausende Zivilisten betroffen. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen haben viele Menschen das Leben gekostet. Im Bild sind Gräber zu sehen, die in Monrovia am Strand oder inmitten von Müllhalden eilig ausgehoben werden mussten.
Veröffentlicht am 07.01.2004
Einblicke in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen und das Leben in Liberia
Der Fotograf Didier Lefevre ist gelernter Pharmazeut und hat mehrerer Jahre lang auch als Logistiker für Ärzte ohne Grenzen gearbeitet, bevor er sich endgültig für den Fotojournalismus entschied. Er u.a. in Eritrea, Kolumbien, Somalia, Sudan, Guinea, Afghanistan und Sri Lanka.
Einwohner:
3.954.979
Lebenserwartung:
59 Jahre
Kindersterblichkeit:
112 von 1.000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag
Quelle: data.worldbank.org
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