Tuesday, 22. May 2012 | 21:44 CEST

Veröffentlicht am 20.03.2008
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Einige internationale Mitarbeiter kehren in ausgewählte Gebiete Somalias zurück

Internationale Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen haben ihre humanitäre Arbeit an verschiedenen Orten in Somalia wieder aufgenommen. Nach der brutalen Ermordung von drei MSF-Mitarbeitern am 28. Januar 2008 im südlichen Stadtteil von Kismayo hatte MSF seine internationalen Mitarbeiter aus dem Land evakuiert. Die Programme konnten aber dank des Einsatzes von somalischen Mitarbeitern fortgeführt werden.

Während MSF weiterhin die genauen Umstände des Anschlags von Kismayo abklärt, wurden an einigen der 14 MSF-Einsatzorte Untersuchungen durchgeführt, um die lokalen Sicherheitsbedingungen zu ermitteln. Angesichts der akuten humanitären Notlage hat Ärzte ohne Grenzen entschieden, an ausgewählte Orte, bei denen die Sicherheitskonditionen als akzeptabel eingestuft wurden, eine reduzierte Anzahl von internationalen Mitarbeitern zurückzuschicken. Sicherheitseinschätzungen von anderen Orten sind immer noch im Gange.

Die Gewalt hält unvermindert an und immer mehr Menschen werden zur Flucht gezwungen, doch die humanitäre Hilfe in Somalia ist nach wie vor unzureichend. Somalia ist aktuell eine der herausforderndsten und schwerwiegendsten humanitären Krisen der Welt. Ärzte ohne Grenzen ist frustriert, aufgrund der prekären Sicherheitslage nicht mehr Patienten erreichen zu können und kann seine Entrüstung über den Anschlag in Kismayo, welcher ein gezielter Angriff auf humanitäre Helfer gewesen zu sein scheint, nicht genügend oft wiederholen.

MSF arbeitet seit mehr als 16 Jahren ohne Unterbrechung in Somalia und leistet derzeit in elf Regionen des Landes medizinische Hilfe. Als Antwort auf die enorme medizinische und humanitäre Notlage, hervorgerufen durch den andauernden Konflikt, eröffnete MSF im Jahr 2007 mehrere neue Projekte. Medizinische Teams haben mehr als 2’500 chirurgische Eingriffe und 520"000 ambulante Konsultationen durchgeführt und nahmen rund 23"000 Patienten stationär auf.

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