Tuesday, 7. February 2012 | 20:38 CET

Veröffentlicht am 30.09.2005
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Einsatz in Gambella, Äthiopien

Verbesserung der Infrastruktur in einem Vertriebenenlager, Organisation und Verwaltung von Ausrüstungsgegenständen und Medikamenten, Erkundungsfahrten in entlegene Dörfer: All das gehört zur täglichen Arbeit von Stefan Pleger, der sich auf seinem bereits siebenten Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen derzeit in Gambella im Westen Äthiopiens, in der Nähe der Grenze zum Sudan, befindet. Sein Einsatzbericht und seine Fotos, die Sie oben durch Klicken auf die roten Pfeile ansehen können, geben Einblicke in den vielfältigen Arbeitsalltag eines Logistikers.

Hier in Gambella war vor etwa zehn Jahren das größte Flüchtlingscamp der Welt mit etwa 300.000 Flüchtlingen, damals hauptsächlich aus dem Südsudan. Jetzt leben hier in der Region wo wir arbeiten sowohl Flüchtlinge, also Vertriebene aus dem Sudan, als auch Vertriebene aus anderen Regionen Äthiopiens, so genannte interne Vertriebene. Ärzte ohne Grenzen arbeitet hier in einem Vertriebenenlager und betreibt ein allgemeines Gesundheitszentrum, zwei therapeutische Ernährungszentren und eine mobile Klinik.

Das größte Problem ist die praktische Nichtexistenz einer Gesundheitsversorgung und die chronische Nahrungsmittelknappheit, die regelmäßig zu Hungersnöten oder zumindest starker Unterernährung großer Teile der Bevölkerung führt. Wir sind nicht zuletzt auch hier, um auf kritische Veränderungen der Situation sofort reagieren zu können, und sicher zu stellen, dass nicht unbemerkt Tausende Kinder verhungern.

Meine Hauptaufgabe ist es, herauszufinden, wie es den Menschen in den entlegenen Dörfern an der Grenze zum Sudan geht. Dazu muss ich den Gilo River hinunterfahren und bei den Dörfern anhalten, und von dort auch ins Landesinnere gehen.

Spenden Sie jetzt für diesen Einsatz!

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