© alle Fotos MSF/Franz NeunteuflDipl. Ing. Franz Neunteufl ist Agrarökonom, Spezialist in Sachen Qualitätsmanagement und hat mehrere Jahre in Afrika als Entwicklungshelfer gearbeitet. Seit Jänner 2003 ist er Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Österreich. In seiner Fotogalerie gewährt er einen Einblick in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen im Herzen Afrikas. Bitte beachten: Es kann ein wenig dauern, bis die 16 Fotos (288 KB) vorausgeladen sind.
Die Reise in den Kongo führt über Ruanda. 10 Jahre nach dem Völkermord steht das "Land der tausend Hügel" noch immer unter Schock.
Heute arbeiten die ehemaligen Feinde wieder zusammen auf den Feldern und suchen nach Wegen zur Versöhnung.
Nur sehr langsam kehrt das Lächeln wieder nach Ruanda zurück.
Weiter geht es nach Katanga, die erste Station im Kongo. Wo es keine Straßen (mehr) gibt, muss man sich manchmal auch mit einer (stillgelegten) Bahntrasse begnügen.
Der Spitalsdirektor von Nyunzu, der Einsatzleiter und eine Hebamme von Ärzte ohne Grenzen im Gespräch. Die Spanierin arbeitet schon seit mehr als 20 Jahren immer wieder für Ärzte ohne Grenzen.
Man muss sich nur zu helfen wissen: ein mit einfachen Mitteln hergestellter Brutkasten. Die Wärme kommt von zwei mit heißem Wasser gefüllten Plastikkanistern.
Dieses Frühchen hat trotz geringem Geburtsgewicht (1.500g) überlebt. Jetzt wird es von seiner Mutter mit den Rationen von Ärzte ohne Grenzen "aufgepäppelt".
Diese Kinder in dem Ernährungszentrum von Ärzte ohne Grenzen haben das Schlimmste bereits überstanden.
Das Mädchen hat sich beim Spielen den Arm verletzt. Ohne moderne technische Geräte ist die Diagnose nicht einfach.
Letzte Station ist Bunia, einer der schlimmsten Krisenherde im Nordosten des Landes. Das provisorische Spital von Ärzte ohne Grenzen in Bunia liegt am sicheren Stadtrand in unmittelbarer Nähe des Flüchtlingslagers und der UNO-Blauhelme.
Der Zutritt zum Spital ist mit Waffen und Uniformen verboten!
Der Operationssaal...
...und die "Aufwachstation" des Spitals in Bunia.
Die "Spitalsapotheke" von Ärzte ohne Grenzen in Bunia. Die verschriebenen Medikamente werden kostenlos abgegeben.
Am anderen Ende der Stadt betreibt Ärzte ohne Grenzen einen einfachen Gesundheitsposten. Mehr als die Hälfte der Patienten, die hierher kommen, sind an Malaria erkrankt.
Das Kind hat hohes Fieber und Pusteln am ganzen Körper. Die Diagnose ist rasch erstellt: Windpocken!
Veröffentlicht am 28.05.2004
Geschäftsführer Franz Neunteufls Einsatzbericht
Trotz fortschreitender Friedensbemühungen bleibt Gewalt im Kongo traurige Realität. Franz Neunteufl, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Österreich, unternahm im März 2004 einen Lokalaugenschein.
Seit 1981 ist Ärzte ohne Grenzen in der Demokratischen Republik Kongo tätig, interveniert bei Notfällen und Konflikten, führt Impfkampagnen durch, arbeitete im HIV/AIDS-Bereich und kümmert sich um medizinische Grundversorgung.
Einwohner:
66.020.365
Lebenserwartung:
48 Jahre
Kindersterblichkeit:
199 von 1.000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag
Quelle: data.worldbank.org
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