Irak - Nach einer Reihe blutiger Attentate versorgt Ärzte ohne Grenzen Krankenhäuser in Mossul mit medizinischem Material
In der vom Krieg zerrütteten nordirakischen Stadt Mossul steigt die Gewalt dramatisch an. Gestern gab es sechs tödliche Explosionen, von denen vier durch Autobomben und zwei durch Selbstmordattentate verursacht wurden. Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) versorgt seit längerem die Krankenhäuser der Stadt mit medizinischem Material. Derzeit werden in diesen viele Verwundete aufgenommen, allein gestern wurden in einem der von MSF unterstützen Spitäler rund 90 Bombenopfer eingeliefert.
Als erste Unterstützung nach den gestrigen Attentaten hat MSF von Amman aus medizinische Hilfsgüter nach Mossul geschickt, bestehend aus Material für 100 Narkosen, für 100 Verbände und 40 Verbände für Brandverletzungen, sowie Medikamente für 25 Operationen. Weiterer Bedarf wird derzeit von den Kontaktpersonen der Organisation in der Stadt ermittelt.
Da die Sicherheitslage keine direkte Präsenz von MSF-Teams in der irakischen Konfliktzone erlaubt, hat die Organisation Hilfsprogramme in der jordanischen Hauptstadt Amman und in den kurdischen Provinzen im Norden des Irak eingerichtet. Von dort aus werden Krankenhäuser im nördlichen Kriegsgebiet durch die Lieferung von medizinischem Material und die Schulung von Personal unterstützt. MSF unterstützt auch Krankenhäuser im Zentralirak mit medizinischem Material und dem Training von Personal.

