Tuesday, 22. May 2012 | 22:16 CEST

Veröffentlicht am 30.05.2008
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Irak - Unterstützung für Krankenhäuser nach Bombenanschlag in Sinjar

Nach einem Bombenanschlag in der Stadt Sinjar versorgt Ärzte ohne Grenzen Krankenhäuser mit medizinischem Material zur Versorgung der Verwundeten.

Am 29. Mai gegen 11 Uhr detonierte in der Stadt Sinjar, Gouvernement Ninawa, im Norden des Irak eine Bombe und forderte mindestens 16 Tote und zahlreiche Verletzte, darunter viele Zivilisten. Das Attentat war gegen ein Rekrutierungszentrum des Militärs gerichtet, das inmitten ziviler Einrichtungen gelegen ist.  Bisher wurden 60 Patienten, die Mehrzahl davon Zivilisten, in das lokale Krankenhaus eingeliefert, das – wie die meisten medizinischen Einrichtungen im Irak - mit einem dramatischen Mangel an Material und qualifiziertem Personal zu kämpfen hat. Ärzte ohne Grenzen/(Médecins Sans Frontières (MSF) hat umgehend Hilfsgüter geschickt, darunter Material zur Versorgung von insgesamt 40 Verbrennungsopfern sowie Nähte und Anästhetika für chirurgische Eingriffe. 16 Patienten, die sofort operiert werden mussten, wurden in das Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Dohuk im kurdisch kontrollierten Teil des Irak gebracht, das seit 2007 von MSF unterstützt wird.

Aus Sicherheitsgründen ist es für MSF-Teams nicht möglich, direkt im irakischen Konfliktgebiet zu arbeiten. Seit 2007 hat die Organisation Hilfsprogramme in der relativen Sicherheit der kurdischen Provinzen im Norden eingerichtet. Diese haben das Ziel, Krankenhäuser im nördlichen Kriegsgebiet durch die Lieferung von medizinischem Material und die Schulung von Personal zu unterstützen, andererseits aber auch chirurgische Hilfe für Verletzte zu leisten, die in das kurdische Gebiet überstellt werden. MSF unterstützt auch Krankenhäuser im Zentralirak mit medizinischem Material und mit Trainings.

MSF ist sehr besorgt über die medizinische Situation der irakischen Zivilbevölkerung, insbesondere der Opfer der Gewalt, da die Menschen größte Schwierigkeiten haben, medizinische Hilfe, Medikamente und eine angemessene Behandlung zu bekommen.

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