Tuesday, 22. May 2012 | 22:35 CEST

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Archivbild (2007): Meningitits-Impfkampagne in Arua (Uganda): Nach Ausbruch einer Meningitis-Epidemie impften Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in einem Zeitraum von vier Wochen fast 300.000 Menschen.Foto: © Michael Goldfarb/MSF
Veröffentlicht am 03.03.2009
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Massenimpfkampagne gegen Meningitis in Niger

Seit Ende des Jahres 2008 häufen sich die Fälle von Meningitis (Typ A) in Niger. Mehrere Gesundheitszentren in der Region Zinder, besonders im Distrikt Magaria, haben in den vergangenen Wochen einen sprunghaften Anstieg an Fällen festgestellt. Da die Schwelle zur Epidemie überschritten wurde, haben die medizinischen Verantwortlichen von MSF entschieden, einen Noteinsatz zu starten.

MSF wird in Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsbehörden schnell mit einer Massenimpfkampagne sowie mit der Versorgung Erkrankter beginnen. Die Organisation ist bereits mit mehreren Ernährungsprogrammen in Zinder präsent.

Die Intervention zielt auf vier Distrikte ab: Magaria, Matameye, Mirriah und den Großraum Zinder - insgesamt eine geschätzte Bevölkerung von fast 2 Millionen Menschen. In den vier genannten Bezirken sind seit Mitte Dezember 2008 bereits 800 Personen an Meningitis erkrankt und 19 verstorben.

Geimpft müssen Personen in einem Alter von 2 bis 30 Jahren werden. MSF stellt sich darauf ein, 700.000 Menschen zu impfen, wobei sich die Anzahl noch erhöhen könnte.

MSF plant die umgehende Entsendung eines Teams, um die Behandlung der Patienten zu überwachen und epidemiologische Analysen durchzuführen, die für die Eindämmung der Epidemie dringend notwendig sind. Zwei weitere Supervisionsteams werden zur gleichen Zeit die Durchführung der Impfungen durch lokale Teams sicherstellen.

Mindestens 15 internationale sowie zahlreiche lokale Mitarbeiter werden an diesem Noteinsatz mitarbeiten.

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