Medizinische Hilfe für Migranten: Ärzte ohne Grenzen startet Projekt auf Malta
Am 29. Juli unterschrieb Ärzte ohne Grenzen eine für ein Jahr gültige Vereinbarung mit der maltesischen Regierung über eine Zusammenarbeit im Bereich der medizinischen Hilfe für Migranten. Ein Team bestehend aus acht Mitarbeitern, darunter medizinisches Personal und interkulturelle Vermittler, wird in ca. zwei Wochen seine Arbeit aufnehmen.
Die medizinischen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen werden sich auf folgende drei Bereiche konzentrieren: Die medizinische Hilfe direkt an der Küste, wo die Boote eintreffen; medizinische Hilfe in den Auffanglagern, mit besonderem Fokus auf mentale sowie reproduktive und sexuelle Gesundheit; und auf den Zugang zu Gesundheitsversorgung für Migranten, die in so genannten "offenen Camps" leben - temporäre Niederlassungen, wo Asylwerber und Flüchtlinge leben und sich frei bewegen können, während sie auf eine bessere Unterkunft oder Umsiedelung warten.
Malta zählt zu den bedeutendsten Anlaufzielen für von der nordafrikanischen Küste kommende Boote. Laut offiziellen Angaben sind seit Jänner bereits 1.600 Migranten auf Malta eingetroffen, das sind um 600 mehr als im gesamten Vorjahr.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet zum ersten Mal auf Malta. Die Organisation ist bereits in ähnlichem Kontext in Italien, Griechenland und Marokko tätig.

