Mitarbeiterin getötet
Mit großer Trauer bestätigt Ärzte ohne Grenzen den Tod einer Mitarbeiterin in der Zentralafrikanischen Republik. Am Montag kam es während einer Erkundungsfahrt im Nordwesten des Landes zu einem Feuergefecht, bei dem die 27-jährige Französin Elsa Serfass getötet wurde. Sie war als Logistikerin auf ihrem ersten Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen. Elsa Serfass arbeitete von der Basis eines Projekts in Paoua aus, in dem die Organisation Hilfe für die Opfer der andauernden Gewalt im Norden der Zentralafrikanischen Republik leistet.
Der Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik liegt im Zentrum eines Konflikts zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Darüber hinaus führt die instabile Situation auch zu bewaffneten Überfällen auf den Straßen.
Die lokale Bevölkerung ist systematischer Gewalt ausgesetzt. Viele Dörfer, die entlang der Straßen liegen, wurden angegriffen, geplündert und niedergebrannt. Die Einwohner wurden so zur Flucht gezwungen und versuchen unter extrem schwierigen Bedingungen im Busch zu überleben. Das Gesundheitssystem der Region ist zusammengebrochen, und die Unsicherheit macht es für die Menschen schwierig, Zugang zu medizinischer Behandlung zu erhalten.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet in Paoua und der umliegenden Region. Die Mitarbeiter leisten im Referenzkrankenhaus der Stadt Hilfe und gewährleisten zudem mit mobilen Teams in mehreren Dörfern die Basisgesundheitsversorgung. Nachdem es am 30. Mai zu einem Angriff der Rebellen auf die Stadt N’Gaoundal kam und die Regierungsarmee mit gewalttätigen Repressalien darauf reagierte, beschloss Ärzte ohne Grenzen angesichts der katastrophalen Gesundheitsversorgung, eine Erkundungsfahrt durchzuführen. Während dieser Fahrt kam das MSF-Fahrzeug unter Beschuss, und Elsa Serfass wurde tödlich verletzt. Ihr tragischer Tod ist ein furchtbarer Schock für Ärzte ohne Grenzen, und die Organisation trauert mit ihrer Familie und ihren Freunden. Ihnen gelten die Gedanken der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Neben dem Projekt in Paoua hat Ärzte ohne Grenzen im Norden der Zentralafrikanischen Republik Programme in Markounda, Boguila, Kabo und Batangafo, um den Opfern des Konflikts Hilfe zu leisten. Im Nordosten gibt es ein Projekt in der Stadt Birao.

