Niger: Prävention von akuter schwerer Mangelernährung in der Region Zinder
Um die Risiken einer akuten schweren Mangelernährung zu minimieren, verteilt Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) Nahrungsergänzungsmittel an etwa 30.000 Kinder.
In Niger leidet fast die Hälfte kleiner Kinder an chronischer Mangelernährung. Die meisten von ihnen weisen einen Mangel an Mikronährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen auf. Seit 2005 betreut Ärzte ohne Grenzen daher in der Region Zinder jene Kinder, die an akuter Unterernährung leiden.
Abgesehen von der medizinischen Therapie, die Ärzte ohne Grenzen bei den unterernährten Kindern durchführt, verteilt die Organisation auch Nahrungsergänzungsmittel an etwa 30.000 Kinder.
Am 15. Mai 2008 haben die in Zinder stationierten MSF-Teams Nahrungsergänzungsmittel in den Gesundheitsdistrikten Gouchy, Wacha und Gayi an alle Kinder unter drei Jahren verteilt. Am kommenden 12. Juni wird in diesem Gebiet sowie in den Gesundheitsdistrikten Mirriah und Gouna eine zweite Verteilung stattfinden.
Um schwerer Mangelernährung vorzubeugen, wird die therapeutische Zusatznahrung während der gesamten Periode der Nahrungsmittelknappheit, die sechs Monate dauert und im Oktober endet, monatlich verteilt. Insgesamt benötigt Ärzte ohne Grenzen dafür ungefähr 300 Tonnen Spezialnahrung. Das verwendete Produkt, Plumpy Doz ©, wird in Frankreich hergestellt und wurde in Containern nach Cotonou (Benin) verschifft. Von dort aus wird es am Landweg nach Niger transportiert.
Vor Ort arbeiten 25 Mitarbeiter an der Umsetzung dieser vorbeugenden Strategie.

