Wednesday, 23. May 2012 | 13:31 CEST

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© MSF/Leila KramisMenschen wie jene in diesem Gesundheitszentrum in Burundi können nicht mehr medizinisch betreut werden, weil die Regierung den Nachschub medizinischer Materialien von Ärzte ohne Grenzen blockiert.
Veröffentlicht am 30.04.2003
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Regierung Burundis blockiert medizinische Hilfe

Trotz großen Bedarfs muss Ärzte ohne Grenzen am 25. April 2003 seine Aktivitäten in der im Süden Burundis gelegenen Provinz Makamba einstellen. Für die Zivilbevölkerung war dieses Projekt gerade wegen der instabilen Sicherheitslage sehr wichtig.

Arbeit humanitärer Organisationen behindert

Ärzte ohne Grenzen musste die Programme in der Provinz Makamba einstellen, weil der Nachschub an Medikamenten und medizinischer Ausrüstung nicht mehr gewährleistet war. Dazu gehören auch dringend benötigtes Nahtmaterial, Verbandszeug und Narkosemittel. Die burundischen Gesundheitsbehörden hatten verhindert, dass humanitäre Organisationen an ihre für die Nothilfeeinsätze notwendigen Güter gelangen können. Die Arbeit in den Krankenhäusern und mobilen Kliniken in der Provinz Makamba konnte daher nicht fortgeführt werden.

Formalitäten erfüllt

Nach wochenlangen Verhandlungen mit den zuständigen Behörden war am 19. April eine Lieferung mit 17 Tonnen medizinischem Material in der Hauptstadt Bujumbura angekommen. Obwohl alle nötigen Verfahren zum Import solcher Waren eingehalten wurden, wurden sie bisher nicht freigegeben und sind immer noch am Flughafen eingelagert.

Kein Einzelfall

Schon zuvor war eine Ladung mit chirurgischen und anderen medizinischen Materialien über dreieinhalb Monate am Flughafen festgehalten worden. So wurde bereits damals die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen auf inakzeptable Weise behindert. Zudem musste die Organisation dadurch hohe Lagergebühren zahlen.

Gewalttätige Übergriffe nehmen zu

Problematisch ist das Verhalten der lokalen Behörden insbesondere deswegen, weil die Menschen in der Provinz Makamba zunehmend Opfer von gewalttätigen Übergriffen werden und Ärzte ohne Grenzen jetzt nicht mehr helfen kann. So führte beispielsweise am 18. April ein gewalttätiger Zwischenfall zum Tod eines Menschen - 25 weitere wurden verletzt. Damals konnte das Team von Ärzte ohne Grenzen noch alle Opfer im Krankenhaus medizinisch versorgen.

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