Wednesday, 23. May 2012 | 13:39 CEST

Veröffentlicht am 12.01.2004
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So hilft Ärzte ohne Grenzen den Erdbebenopfern

Zurzeit befinden sich 25 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen im Erdbebengebiet, darunter sieben Ärzte, drei Krankenschwestern und drei Logistiker in Bam sowie ein Arzt, zwei Krankenschwestern und zwei Logistiker in Kerman. Zudem hat Ärzte ohne Grenzen mehrere Tonnen Hilfsgüter nach Bam gebracht: Neben Decken, Zeltplanen und Material zur Wasserversorgung wurden zehn Tonnen Medikamente und Hygieneartikel sowie 15 Tonnen hochproteinhaltige Kekse in die Erdbebenregion geschickt.

Aktivitäten in Bam

Im Zentrum der Stadt leisten mobile Teams medizinische Hilfe. Gleichzeitig führen einige Kollegen Erkundungsfahrten in die Außenbezirken Bams sowie die südlich gelegene Stadt Baravat und zehn weitere Dörfer durch. Sie bringen Medikamente, hochproteinhaltige Kekse und Decken dorthin. Ein weiteres Team ist damit beschäftigt, in einem Vertriebenenlager ein Gesundheitszentrum einzurichten. Das Lager wurde fünf Kilometer außerhalb von Bam für etwa 10.000 Überlebende des Erdbebens errichtet.

Aktivitäten in Kerman

Ärzte ohne Grenzen hat die Krankenhäuser in den Städten Kerman, Mashad, Zahedan und auch in Teheran besucht, in die die meisten verletzten Erdbebenopfer transportiert wurden. Die Ausstattung zur Versorgung der Patienten ist dort aber weitgehend gesichert, so dass unsere Mitarbeiter nur einiges spezielles medizinisches Material bereitgestellt haben. Darüber hinaus wurden sieben zusätzliche Dialyse-Maschinen an das Chafa-Krankenhaus in Kerman geliefert. Dort werden Überlebende behandelt, die am Crush-Syndrom leiden.

Behandlung des Crush-Syndroms

Im Chafa-Krankenhaus in Kerman werden Überlebende behandelt, die am Crush-Syndrom leiden. Bei dieser Krankheit verstopfen Eiweißpartikel aus dem gequetschten Muskelgewebe die feinen Gefäße der Nieren. Das kann zu Nierenversagen führen. Nur eine schnell eingeleitete Dialyse-Therapie kann das Überleben dieser Menschen sichern.

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