Wednesday, 23. May 2012 | 13:46 CEST

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Sri Lanka, Februar 2009: Vertriebenenlager PmpaimaduFoto: © MSF / Voitek Asztabski
Veröffentlicht am 12.05.2009
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Sri Lanka: Hilfe für Vertriebene und Verwundete geht weiter

Während Zehntausende Menschen weiterhin im Konfliktgebiet im Nordosten Sri Lankas festsitzen und alleine im Distrikt Vavuniya 200.000 Menschen vertrieben wurden, setzen Teams von Ärzte ohne Grenzen die chirurgische Hilfe im Krankenhaus von Vavuniya fort und stellen zusätzliche Lebensmittel für Vertriebene in Lagern in Vavuniya und Manik Farm bereit. Ärzte ohne Grenzen hat außerdem eine Vereinbarung mit den srilankischen Behörden unterzeichnet, ein Notfallkrankenhaus einzurichten, das als Referenzkrankenhaus für die 120.000 Vertriebenen in Manik Farm dienen soll, und hat die Genehmigung zum Aufbau eines post-operativen Behandlungsprogramms im Paimpamadhu Ayurvedic Krankenhaus erhalten.

Die Zahl der direkt aus dem Konfliktgebiet im Vavuniya-Krankenhaus eintreffenden Verwundeten hat sich stark reduziert, auf nur 16 Neuankünfte in der vergangenen Woche. Der Grund dafür ist, dass weniger Menschen das Konfliktgebiet verlassen konnten und diese direkt in andere Krankenhäuser oder in Vertriebenenlager gebracht wurden. Die Zahl jener Verletzten und kranken Patienten, die aus den Vertriebenenlagern in das Krankenhaus kamen, hat jedoch zugenommen.

Das chirurgische Team von Ärzte ohne Grenzen im Vavuniya-Krankenhaus besteht aus drei Chirurgen und einer OP-Krankenschwester. Gemeinsam mit Angestellten des Gesundheitsministeriums haben sie in der vergangenen Woche 212 Eingriffe durchgeführt. Die meisten Operationen stehen im Zusammenhang mit Wundinfektionen, Amputationen, Hauttransplantationen und gelegentlich mit rekonstruktiver Chirurgie.

Die Hilfe in den Vertriebenenlagern

Das Gesundheitsministerium hat die Mitarbeiter im Vavuniya-Krankenhaus aufgestockt, und 84 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen arbeiten nach wie vor rund um die Uhr und helfen den Patienten beim Essen und Anziehen und kümmern sich um die Nachversorgung ihrer Wunden. Die MSF-Pfleger besuchen täglich  alle Abteilungen des Krankenhauses und verteilen je nach Bedarf der Patienten Hilfsgüter wie Planen, Reisetaschen, Thermosflaschen, Teller, Kleider, Windeln und kleine Mengen Bargeld.

Die MSF-Teams  verteilen in den Lagern in Manik Farm und in 5 Übergangslagern in und um Vavuniya auch weiterhin Nahrungsergänzungsmittel an Kinder unter fünf Jahren, stillende Mütter, Schwangere und schwächere Personen wie alte Menschen und Behinderte. Vergangene Woche hat Ärzte ohne Grenzen insgesamt 110.402 Portionen Zusatznahrung verteilt. Kommende Woche wird MSF auch mit der Verteilung von therapeutischen Nahrungsmitteln (Hochenergieriegeln) an unterernährte Kinder unter fünf Jahren, Schwangere und stillende Mütter in den Lagern der Zone 2 von Manik Farm beginnen.

Großer Bedarf an post-operativer Betreuung

Hunderte Patienten benötigen post-operative Betreuung, und einige von ihnen wurden bereits in kleinere Spitäler oder die Lager entlassen, wo sie die entsprechende post-operative medizinische Versorgung, die sie brauchen würden, nicht bekommen. In den kommenden Tagen wird ein MSF-Team im Paimpamadhu Ayurvedic Krankenhaus in der Nähe der Stadt Vavuniya mit post-operativer Betreuung beginnen. Jene Patienten im Vavuniya-Krankenhaus, die eine post-operative Betreuung benötigen, werden dorthin überwiesen werden. Die MSF-Mitarbeiter werden dort kleine chirurgische Eingriffe, Wundbehandlungen und physiotherapeutische Behandlungen durchführen.

Abgesehen von der medizinischen Hilfe in Vavuniya führt ein MSF-Chirurgenteam auch weiterhin im vom Gesundheitsministerium geführten Point Pedro Krankenhaus auf der Halbinsel Jaffna Operationen durch. Derzeit arbeiten insgesamt 27 internationale Mitarbeiter und 343 nationale Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Sri Lanka.

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