Tuesday, 7. February 2012 | 21:04 CET

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Foto: Dezember 2007: Hilfsgüterverteilung auf der Insel Chalitabunia im Süden Bangladeschs
Veröffentlicht am 09.12.2007
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Update: Hilfsmaßnahmen nach Zyklon "Sidr"

Nach dem Zyklon "Sidr", der Teile Bangladeschs am 15. November heimsuchte, sind noch immer medizinische Teams von Ärzte ohne Grenzen in Mathbaria im Süden der Region Pirojpur im Einsatz und führen täglich 300 bis 320 Konsulatationen durch. Auch die logistische Hilfe bei der Wasseraufbereitung im Bezirk Patuakhali wird weiter fortgesetzt. Die Gesamtsituation hat sich in der Zwischenzeit verbessert, ein Großteil der betroffenen Bevölkerung hat mittlerweile Hilfe erhalten.

Zwei mobile Kliniken von Ärzte ohne Grenzen arbeiten in Sapelzhat (45.000 Einwohner) und Betemore (28.000 Einwohner), während zwei weitere Teams im Gebiet der am stärksten Betroffenen Ortschaften unterwegs sind und zirka fünf Orte pro Woche abdecken. Die Hilfsteams konzentrieren sich besonders auf die Behandlung von Kindern unter fünf Jahren und sind vor allem mit Durchfallerkrankungen, Atemwegsinfektionen, Haut- und Augeninfektionen sowie infizierten Wunden konfrontiert.

"Viele Menschen kommen in unsere mobile Kliniken, da sie sonst kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung haben," erklärt Peter Reynaud, MSF-Arzt in Mathbaria. "Aber es gibt Fortschritte, und die Bevölkerung weiss sich zu helfen. In den meisten Orten gibt es wieder Elektrizität, und die Menschen beginnen, ihre Häuser wieder aufzubauen und die Brunnen zu reinigen."

Da die Verunreinigung von Brunnen eine wesentliche Ursache von Erkrankungen war, hat sich auch Ärzte ohne Grenzen im Bereich der Trinkwasserversorgung engagiert. Dazu gehören die Reinigung von Quellen, das Errichten neuer Brunnen, oder die Ausgabe von Wasserreinigungstabletten.

Derzeit sind die Teams von Ärzte ohne Grenzen dabei, die Verteilung von Hilfsgütern abzuschließen. Fast 4.000 Kits bestehend aus Decken, Wasserkanistern und Kleidung wurden per Boot an die Bevölkerung verteilt.

"Die Notfallphase geht langsam zu Ende, und fast alle Betroffenen haben mittlerweile Hilfe erhalten," erklärt Tony Marchant, Projektkoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Galachipa. "Nun übernehmen Entwicklungshilfeorganisationen, die auf langfristige Bedürfnisse wie den Wiederaufbau von Infrastruktur spezialisiert sind."

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