Wednesday, 23. May 2012 | 14:00 CEST

img2849.jpg
Am 2. Juni 2004 in einem brutalen Überfall getötet worden ? von links nach rechts: Hélène de Beir, Pim Kwint, Egil Tynaes, Besmillah und Fasil Ahmad
Veröffentlicht am 18.06.2005
Share |
A A

Verdächtiger im Mordfall an fünf Mitarbeitern verhaftet

Ärzte ohne Grenzen bestätigt, dass ein Hauptverdächtiger im Mordfall an fünf Mitarbeitern der Organisation verhaftet wurde. Die Kollegen waren im Juni 2004 in einen Hinterhalt geraten und ermordet worden. Die afghanische Regierung hat Ärzte ohne Grenzen darüber informiert, dass der Verdächtige in der vergangenen Woche festgenommen und in die Hauptstadt Kabul gebracht wurde. Die Regierung hat zudem bestätigt, dass der Mord an den fünf Mitarbeitern einer der Hauptanklagepunkte gegen den Verhafteten ist.

Ärzte ohne Grenzen hofft, dass diese neue Entwicklung Teil einer umfassenden Untersuchung über die Motive für das Verbrechen und die Verfolgung aller daran Beteiligten ist. Im vergangenen Jahr hat Ärzte ohne Grenzen mehrfach diese Angelegenheit zur Sprache gebracht, zuletzt im Mai 2005 bei einem Besuch des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai in Belgien. Sollten die afghanischen Untersuchungsbehörden zu dem Schluss kommen, dass weitere Personen an der Ausführung des Verbrechens beteiligt waren, sollten diese ebenso strafrechtlich verfolgt werden.

Ärzte ohne Grenzen wartet auf weitere Erkenntnisse in diesem Fall und hofft, dass die Untersuchung den Familien der ermordeten Kollegen sowie der Organisation selbst die lang ersehnten Antworten auf die Gründe für dieses Verbrechen bringen wird.

Mediathek und Archiv