Wednesday, 8. February 2012 | 16:21 CET

Veröffentlicht am 23.11.2007
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Verteilung von Hilfsgütern in den vom Zyklon zerstörten Gebieten

Drei Teams von Ärzte ohne Grenzen, bestehend aus 15 medizinischen und logistischen Mitarbeitern, befinden sich derzeit in den am stärksten von dem Zyklon betroffenen Gebieten, um sich ein Bild von der Situation und den dringendsten Bedürfnissen der Menschen machen.

Am schwersten wurden die Inseln und die Küstengegend im äußersten Süden Bangladeschs von dem Wirbelsturm getroffen. "In Galachipa wurden ungefähr 80 Prozent aller Häuser zerstört, die Menschen hier haben fast alles verloren," berichtet Tony Marchant, Logistiker bei Ärzte ohne Grenzen, der eine Lageanalyse auf den Galachipa-Inseln, einem Gebiet mit ca. 300.000 Einwohnern, durchgeführt hat.

Die Schäden sind beträchtlich, doch gab es rasche und effektive lokale Hilfe. Lebensmittel wurden verteilt und Behelfsunterkünfte errichtet, und auch auf medizinischer Ebene konnte die Hilfe von lokalen Behörden und Organisationen die dringendsten Bedürfnisse der Menschen abdecken. Mobile Kliniken haben ihren Dienst aufgenommen und die lokalen Gesundheitseinrichtungen funktionieren.

Ärzte ohne Grenzen hat als Soforthilfe medizinische Hilfsgüter und Plastikplanen in abgelegenen Gegenden verteilt. 1.000 Kits bestehend aus Seife, Handtüchern, Kleidung, Kochutensilien und Kanistern werden an von der Naturkatastrophe betroffene Familien verteilt.

"Auf den Inseln die wir besuchten wurden Quellen verunreinigt und Latrinen überschwemmt," erklärt Marchant. "Die Menschen müssen unbeschädigte Quellen finden oder unreines Wasser trinken." Zugang zu sauberem Trinkwasser ist in dieser Region ein generelles Problem, doch der Zyklon verschlimmerte die Situation.

Um den Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser zu verbessern wird Ärzte ohne Grenzen sechs Tonnen Material zur Wasseraufbereitung von Brüssel nach Bangladesch schicken. Ein weiterer Logistiker wird die Teams vor Ort verstärken.

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