Diese Geschichten, Gedichte und Lieder, die in einem der drei Flüchtlingslager in der kenianischen Grenzstadt Dadaab gesammelt wurden, berichten nicht nur vom harten Alltag in einem Flüchtlingslager, sondern zeigen die grausame Realität des Lebens in Somalia auf.

Jene Männer, Frauen und Kinder, die in Hagadera, Ifo und Dagahaley leben, sind in der Hoffnung aus Somalia geflohen, einen Ort zu finden, der frei ist von solch heftigen Kämpfen, wie sie in ihrem Land toben. Heute werden diese Flüchtlinge immer abhängiger von internationaler Hilfe.

Wie wollen hier nicht passive Opfer präsentieren, sondern dem Wort „Flüchtling“ eine andere Dimension verleihen. Wir wollen Männer und Frauen mit ihrer Vergangenheit, ihrer Kultur, ihren Wünschen und Forderungen porträtieren.

Die gezeigten Geschichten wurden in dem überfüllten Lager in Dagahaley aufgenommen. Dieses Flüchtlingslager wurde usrprünglich in den frühen 1990er-Jahren errichtet, um 30.000 Menschen pro Lager unterbringen zu können. Heute geht man davon aus, dass an die 260.000 somalische Flüchtlinge in Dadaab leben und es so zu einem der größten Flüchtlingslager der Welt machen.

Seit Anfang 2010 haben bereits bis zu 5.000 somalische Flüchtlinge die Grenze zwischen Kenia und Somalia überquert und sind vor den heftigen Kämpfen geflohen, die die somalische Hauptstadt beherrschen. Und dies trotz der Tatsache, dass die Grenze offiziell geschlossen wurde.

Seit Februar 2009 betreibt Ärzte ohne Grenzen in Dadaab ein Krankenhaus und vier Gesundheitszentren. Die Lebensbedingungen der Menschen sind so katastrophal, dass Ärzte ohne Grenzen beschlossen hat, einzelne Schicksale der Menschen hinter der humantiären Katastrophe in Somalia in den Vordergrund zu rücken.

Februar 2010 (c) Ärzte ohne Grenzen
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