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Dienstag, 21. Mai 2013 | 19:45 CEST
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Während Europa immer schärfere Maßnahmen zur Eingrenzung von Zuwanderung trifft, nehmen Flüchtlinge und Migranten immer höhere Risiken in Kauf, um die Grenzen Europas zu überwinden. Auf der Flucht vor Konflikten, Gewalt oder extremer Armut sind Migranten auf ihrer Reise oft fürchterlicher Gewalt und Mißbrauch ausgesetzt. Viele stranden für lange Zeit in so genannten „Transitländern“, aus denen sie ihre Reise weder fortsetzen, noch umkehren können. Für jene, die es nach Europa schaffen, ist das Leben weiterhin sehr schwierig, weil sie dort mit Internierung, schlechten Lebensbedingungen und einer unsicheren Zukunft konfrontiert sind.

Mit diesen Postkarten erzählt Ärzte ohne Grenzen die Geschichten von Frauen und Männern weiter, die ihre Heimatländer auf der Suche nach Sicherheit, Frieden und akzeptablen Lebensbedingungen verlassen haben.

Marokko

Marokko ist ein „Transitland“ für Migranten aus dem subsaharischen Afrika auf dem Weg nach Europa. Aufgrund verstärkter Grenzkontrollen und einer restriktiven Migrations- und Asyl-Politik der Europäischen Union stranden viele Migranten an den Türen Europas in Marokko, von wo aus sie ihre Reise nicht fortsetzen können. Diese Menschen leben nicht nur unter extrem prekären Bedingungen, sondern leiden auch unter Angst und Hoffnungslosigkeit. Ihr unsicherer Rechtsstatus vergrößert ihre Verwundbarkeit - besonders jene von Frauen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit dem Jahr 2000 in Marokko und unterstützt dort Migranten aus dem subsaharischen Afrika medizinisch und psychologisch und setzt sich für einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung und mehr Respekt der menschlichen Würde ein.

Malta

Die Lage Maltas im Mittelmeer macht es zu einem beliebten Anlaufpunkt für Migranten und Asylwerber, die sich von der libyschen Küste auf den Weg nach Europa machen. Als Ergebnis verstärkter Grenzkontrollen im Mittelmeer ist die Zahl jener Migranten, die Malta erreichen, stark zurückgegangen. Im Jahr 2008 landeten 2700 Menschen auf der Insel. Heuer schafften es nur 28 an die Strände der Insel. Diese Zahl versteckt das Leid jener, die die gefährliche Reise auf sich nehmen und kurz vor ihrem Ziel aufgegriffen werden. Es versteckt auch das Schicksal jener, die sich bereits auf Malta befinden und einer sorgenvollen Gegenwart mit noch düsterer Zukunftsperspektive gegenüberstehen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit August 2008 in Malta, als Hunderte neu ankommende Migranten in Internierungslager gesperrt wurden, deren Lebensbedingungen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit darstellte. Ärzte ohne Grenzen machte diese Umstände bekannt und setzte die Arbeit auf der Insel fort. Heute leistet Ärzte ohne Grenzen psychologische Hilfe für Migranten und Asylwerber, um ihnen zu helfen, Traumata, Deperssionen und andere Mentale Ergebnisse als Folge ihrer Erlebnisse in ihrer Heimat, auf der Flucht und den Lebensbedingungen auf der Insel zu überwinden.

Berichte und Fotoreportagen zum Thema Hilfe für Migranten auf der Website von Ärzte ohne Grenzen