Wednesday, 8. February 2012 | 16:19 CET

Veröffentlicht am 07.12.2007
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Uganda: Ärzte ohne Grenzen bekämpft Ebola in Bundibugyo und Kikyo

Kampala/Wien, 7. Dezember 2007. Am 29. November bestätigte das Gesundheitsministerium in Uganda das Auftreten von Ebolafällen im Westen des Landes. Nach einer raschen Einschätzung der Lage richtete Ärzte ohne Grenzen/ Médecins Sans Frontières (MSF) ab dem 1. Dezember im Gesundheitszentrum von Kikyo und im Spital von Bundibugyo Isolationsstationen ein.

Bisher wurden in Kikyo und Bundibugyo zwei Infektionsherde für das hämorrhagische Ebola-Fieber identifiziert. Zurzeit ist ungewiss, wie weit sich die Epidemie ausgebreitet hat. Bis gestern wurden im Spital von Bundibugyo und im Gesundheitszentrum von Kikyo insgesamt 93 Verdachtsfälle registriert. 22 dieser Patienten sind verstorben, darunter vier Mitglieder des Pflegepersonals. Bei neun Verdachtsfällen wurde die Präsenz des Virus durch Labortests nachgewiesen.

Das hämorrhagische Fieber Ebola, hervorgerufen durch das gleichnamige Virus, ist eine sehr ansteckende Krankheit, für die es bisher keine Behandlung gibt. Die bekannten Virenstämme führen bei 50 bis 90% der Erkrankten zum Tod. Aus diesem Grund werden Verdachtsfälle sofort isoliert, und das Pflegepersonal muss die Pflegevorschriften auf den Isolationsstationen strikt befolgen.

Ab dem 1. Dezember hat ein MSF-Team bestehend aus 12 Spezialisten für hämorrhagische Fieber zwei Isolationsstationen eingerichtet. Am 5. Dezember wurden 25 Patienten in der Station des Spitals von Bundibugyo gepflegt. Vom 1. bis zum 5. Dezember wurden neun Patienten neu in dieser Station aufgenommen. Die Zahl der eingewiesenen Patienten steigt täglich. Am 5. Dezember befanden sich 15 Patienten auf der Isolationsstation in Kikyo. MSF sensibilisiert und informiert die Bevölkerung der betroffenen Region, um das Ansteckungsrisiko zu senken, insbesondere bei Begräbnissen verstorbener Patienten.

Das MSF-Team wird demnächst weiter verstärkt. Es wird sich so bald wie möglich auf die Suche nach Personen begeben, die mit Erkrankten Kontakt hatten, und Verdachtsfälle aus anderen Orten überprüfen.
MSF arbeitet eng mit dem Gesundheitsministerium von Uganda und der Weltgesundheitsorganisation zusammen. MSF führte schon während einer früheren Ebola-Epidemie (Gulu, 2000) einen Einsatz in Uganda durch.

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