Benjamin Zessner-Spitzenberg12.04.2017

Warum pflanzen wir Vergissmeinnicht im Volksgarten?

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Am 6.April war es wieder an der Zeit das schönste Wort, nämlich „Danke“, zu sagen. Nicht nur „Danke“ in Form eines verbalen oder geschriebenen Wortes. Sondern in Form eines gepflanzten Vergissmeinnichts im Wiener Volksgarten. Wir pflanzen diese Blume jeden Frühling:  Für uns ist sie ein Symbol des Nicht-Vergessens und Dankbarseins. Dankbar, dass Menschen uns auch über ihr Leben hinaus unterstützen. Spenden wie diese helfen uns, weltweit Menschenleben zu retten und Leid zu lindern.

Auch im Vorjahr bedachten uns wieder viele Menschen in ihrem Testament. Nicht nur Ärzte ohne Grenzen, sondern auch andere gemeinnützige Organisationen werden regelmäßig in dieser Form unterstützt. Gemeinsam mit ihnen haben wir die „Initiative für das gute Testament - vergissmeinnicht.at“ gegründet,  um diese Art der Unterstützung sichtbarer zu machen. Insgesamt pflanzten am Donnerstag über 50 gemeinnützige Mitgliedsorganisationen als Zeichen des Danks Vergissmeinnicht-Pflänzchen im Volksgarten.

Wollen Sie mehr zu diesem Thema wissen?

Ärzte ohne Grenzen bietet einen Ratgeber zum Thema Testamente und Erbrecht an: So können sich Menschen informieren, wie sie ihr Testament gestalten können, wenn sie neben ihren Liebsten, ihrer Familie und ihren Freunden auch uns bedenken wollen. Sollten Sie an dem Ratgeber interessiert sein, können Sie diesen online oder per Telefon (0800 246 292) bestellen.

Zusätzlich organisieren wir aufgrund des großen Interesses unserer Spender und Spenderinnen österreichweit Informationsveranstaltungen, bei denen eine Notarin oder ein Notar zum Thema „Erbrecht und Testamentsgestaltung“ vorträgt. Termine in Ihrem Bundesland finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite. Für Fragen rund um dieses Thema stehe ich Ihnen gerne jederzeit für ein Telefonat oder per Mail zur Verfügung.

Alle Jahre wieder…

Eins ist mir gewiss. Auch nächstes Jahr werden wieder etliche Vergissmeinnicht-Pflänzchen als Dank für die wertvollen Spenden gepflanzt werden. Und vergessen werden wir das nicht.

Mehr Fakten zu diesem Thema?

  • Fast 10 Prozent des gesamten Spendenaufkommens in Österreich (625 Mio. Euro 2016) sind Testamentsspenden. Jeder 10. Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet.
  • Rund 14 Prozent der über 40-Jährigen können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – Tendenz steigend.

Für Testamentsspender und -spenderinnen sind der „gute Wille“ und die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, die wichtigsten Motive. Zudem besteht vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Denn Erben zählt zu den Themen, mit denen man sich nicht sehr gern auseinandersetzt. Nur 35 Prozent der über 60-Jährigen haben überhaupt ein Testament verfasst und nur wenige Menschen wissen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann.

Update 20.04.2017:

Gestern, Mittwoch, fand das Vergissmeinnicht-Pflanzevent auch in Innsbruck statt. Priska Bedner, u.a. 2011 auf Einsatz im Tschad oder 2014 auf Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik) war für Ärzte ohne Grenzen Vorort um Danke zu sagen und Vergissmeinnicht zu pflanzen.

Video der Initiative Vergissmeinnicht:

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Spenden

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