Eva Bermadinger06.10.2016

Wie kommt ein Kühlschrank in den Dschungel?

2 Kommentare

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wer bei einer Impfkampagne mitarbeitet? Welche Fähigkeiten hier gefragt sind? Denn bis zur tatsächlichen Impfungen durch eine Ärztin oder einen Pfleger müssen viele kleine Schritte gesetzt werden – vom Transport aller Materialien über die Kühlkette bis zu Autos für die Einsatzteams. Hier kommen unsere SpezialistInnen für Technik und Logistik zum Einsatz  und wir suchen dringend mehr davon!

Wer sich die MitarbeiterInnen von Ärzte ohne Grenzen vorstellt, denkt meistens als Erstes an:

Ärzte.

Doch damit medizinische Teams wirklich Leben retten können, müssen eine Vielzahl an technischen und logistischen Herausforderungen bewältigt werden. Deshalb ist bei unseren Hilfsprojekten rund um den Globus das Team für Technik und Logistik oft gleich groß wie das der Pflegefachkräfte & Co. Nach Berufsgruppen aufgeschlüsselt, die vom Wiener Büro von Ärzte ohne Grenzen aus auf Einsatz gehen, sind sogar 41% aus dem nicht-medizinischen Bereich!

Strom, Wasser, Autos, Unterkünfte, Müllbeseitigung...

Um bei unserer Impfkampagne zu bleiben: Impfstoffe müssen auf einer Temperatur von 2-8°C gekühlt werden, damit sie nicht kaputt gehen. Dafür braucht es Kühlschränke, Tiefkühler und Kühlboxen – und um diese wiederum zu betreiben, vor allem: Strom. Ob mittels Generatoren oder dank Solar-Energie: Alleine dieser Punkt ist bei Hilfsprojekten wie im kongolesischen Dschungel, wo ich selbst im Einsatz war, eine knifflige Angelegenheit.

Damit 10 Millionen Menschen vor Gelbfieber geschützt werden können braucht man auch hunderte MitarbeiterInnen. Wie reisen sie alle an? Wo werden sie untergebracht? Gibt es für sie ausreichend Wasser, Verpflegung und Sanitäranlagen? Wie erreichen sie die Menschen, die geimpft werden sollen? Und was passiert mit dem Müll, der dabei anfällt?

Fragen über Fragen, für die wir diverse SpezialistInnen brauchen: 

ArchitektInnenBauingineurInnenElektrikerInnenHandwerkerInnenLogistikerInnen SupplyLogistikerInnen TechnikMechanikerInnenSpezialistInnen für Personal und Administration, sowie Wasser- und HygienespezialistInnen.

Nicht alle diese Tätigkeiten werden zwar von internationalen Einsatzkräften ausgeführt, aber es braucht stets jemanden, der alles im Auge behält und koordiniert – und dafür auch die Verantwortung trägt.

Wo findet man die richtigen Menschen?

Um passende Fachkräfte mit all diesen Fähigkeiten zu finden, setzen wir auch auf die Unterstützung von PartnerInnen wie NGOjobs.at, die uns bei der Suche helfen. Die Job-Plattform wurde 2012 als Social Business in Wien gegründet und bietet eine täglich aktualisierte Jobbörse mit freien Stellen, Praktika und ehrenamtlicher Arbeit in Bereichen wie humanitäre Hilfe, Menschenrechte, Umweltschutz oder Sozialarbeit. Gründer und Geschäftsführer Ferdinand Lischka erklärt:

"Wir verstehen uns nicht nur als reine Jobbörse, sondern auch als Kommunikationsplattform für NGOs und deren Arbeit. Was tun NGOs eigentlich und warum sind sie so wichtig für unsere Gesellschaft? Wer eine Antwort auf diese Fragen sucht, braucht sich nur die Vielfalt der Stellenausschreibungen bei uns ansehen, wo JuristInnen und InformatikerInnen genau so gesucht werden wie SozialarbeiterInnen oder AltenpflegerInnen. Deshalb arbeiten wir auch mit NGOs wie Ärzte ohne Grenzen zusammen, eine der größten und wichtigsten humanitären Organisationen der Welt."

Ebenfalls bei der Suche helfen können: Sie! Denn selbst wenn Sie selbst weder Technikerin noch Logistiker sind, können Sie in Ihrem Umkreis weitererzählen, dass wir solche Berufsprofile suchen. Teilen Sie dazu zum Beispiel unsere YouTube-Videosunseren Facebook-Beitrag oder unsere Info-Seite!

Mit geringen Mitteln kreative Lösungen finden!

Zurück zu den Technik-Profis: Zusätzlich zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mind. zwei Jahren Berufserfahrung suchen wir vor allem Menschen, die handwerkliche Fähigkeiten haben, gerne große Teams führen, sich in einem internationalen Umfeld bewegen, viel Improvisationstalent mitbringen, und mit geringen Mitteln gute und kreative Lösungen finden. Sie sprechen außerdem gut Englisch, vielleicht sogar Französisch oder Arabisch, und haben Reiseerfahrung in Asien, Afrika oder Lateinamerika?

Informieren Sie sich jetzt:

Kommentare

Benji 19.11. (DUK)
Danke Eva, für deinen persönlichen Einsatz und dein Engagement für die hilfebedürftigen Menschen dieser Welt. Weiter so!
K. Teilmann
Super Leistung. Bravo!

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