Hanna Spegel14.04.2015

Vergissmeinnicht: 60 gemeinnützige Organisationen sagen Danke

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Im Vorjahr haben Österreichs Spender und Spenderinnen gemeinnützige Organisationen mit mehr als 50 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzten 60 Organisationen im Garten des Oberen Belvedere symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.

Österreichs Spender und Spenderinnen unterstützten gemeinnützige Organisationen 2014 mit Erbschaften und Vermächtnissen in der Höhe von mehr als 50 Millionen Euro. Damit beträgt ihr Anteil am gesamten Spendenaufkommen (550 Millionen Euro 2014) rund 10 Prozent. Mit einem Beet voller Vergissmeinnicht setzten am 14. April 2015 Vertreter und Vertreterinnen von „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ ein Zeichen für das Engagement zahlreicher Spender und Spenderinnen. Neben Ärzte ohne Grenzen beteiligen sich weitere 59 gemeinnützige Organisationen aus verschiedenen Bereichen wie Soziales, Gesundheit, Menschenrechte, Kunst und Kultur an der Initiative.

Ärzte ohne Grenzen bietet unter dem Motto "Vermächtnis ohne Grenzen" gemeinsam mit einem Notar einen Ratgeber zum Thema Testament und Erbrecht an: So können sich Menschen, die einen Teil ihres Nachlasses spenden möchten, über Möglichkeiten informieren. Dagmar Hengl von Ärzte ohne Grenzen Österreich:

"Wir freuen uns sehr, mit der Initiative so viele Menschen zu erreichen und über die positive Reaktion unserer Spender. Es ist uns bei diesem sensiblen Thema besonders wichtig, die Wünsche und Vorstellungen unserer Unterstützer bestmöglich zu erfüllen."

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 60 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.

„Rund acht Prozent der Österreicher über 40 Jahre können sich mittlerweile vorstellen, eine gemeinnützige Organisation neben ihren Angehörigen im Testament zu bedenken“, so Günther Lutschinger, Initiator der Initiative Vergissmeinnicht.at. Ihr wichtigstes Motiv ist der „gute Wille“ und damit auch nach ihrem Ableben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. „Trotzdem wissen noch viel zu wenige Menschen über diese Spendenform und ihre rechtlichen Aspekte Bescheid. Mit unserer Initiative möchten wir diese Lücke schließen und neutral informieren.“

Tags: 
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